1. Kultur

Aachen/Alsdorf: John Cashmore: „Gaudi” bleibt eine wichtige Station

Aachen/Alsdorf : John Cashmore: „Gaudi” bleibt eine wichtige Station

Der Musicalstar John Cashmore nimmt sein Publikum am Dienstag, 17. Dezember, und Mittwoch, 18. Dezember, jeweils um 20 Uhr in der Alsdorfer Stadthalle mit auf eine musikalische Reise durch zehn ereignisreiche Bühnenjahre.

Wobei es für eine Lesergruppe unserer Zeitung an diesem Abend mit „AZ auf Tour” ein ganz besonderes Bonbon gibt.

Hier fühlt er sich zu Hause, hier möchte er mit den Fans und allen, die seinen künstlerischen Weg begleitet haben, auch sein Jubiläum feiern: „Live on stage” - zehn Jahre steht der beliebte britische Künstler, dessen Persönlichkeit in unserer Region stets mit der Hauptrolle des „Don Parker” in Eric Woolfsons Musical „Gaudi” verbunden bleiben wird, jetzt bereits in Deutschland auf der Bühne.

Für seine Show in Alsdorf, die Kollegin Kerstin Brühl moderiert und mitgestaltet, hat Cashmore eine Dramaturgie vorbereitet, die - unterstützt durch vielfältige Projektionen - die Highlights dieser zehn Jahre beleuchtet.

Eingebettet in die „Gaudi”-Erinnerungen ist zudem das Gedenken an den kürzlich verstorbenen Martin Moss. „Er war für meinen Abend fest eingeplant, wir hatten schon die Verträge ausgetauscht”, erzählt Cashmore. „An dem Tag, als ich sein neues Foto erhielt, kam die Nachricht von seinem Tod, das hat uns alle sehr getroffen.”

Und so wird es ein imaginäres Zusammentreffen von „Puppet Master” Martin Moss, Cashmore und der Sängerin Renee Knapp geben. Sie, die damals John Cashmores gefeierte Partnerin in „Gaudi” war, ist in Alsdorf „Spezial Guest” eines Abends der bunten musiukalischen Facetten.

So erzählt der in Birmingham geborene Künstler mit Begeisterung von seinen Anfänge, zum Beispiel an die Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein, in dessen „West Side Story” er den „Tony” sang - unter der Regie von Ex-Generalintendant Elmar Ottenthal im Theater Aachen.

Rollen in Opern und Operetten folgten. „Ich kann mich noch gut an ,Zar und Zimmermann erinnern”, gesteht Cashmore. „Da war mein Deutsch noch nicht besonders...”

Im Rahmen der Show wird er humorvoll mit bewusst „schiefen Tönen” an ein paar „Flops” erinnern. „Das gehört dazu, das hat mich nicht entmutigt, im Gegenteil, man muss selbstironisch sein”, lacht er heute.

Bei zahlreiche Tourneen mit Programmen wie „Musicals and More”, „Simply the Best „A Touch of Classic” oder „Summer Night Swing” hat er ein Stammpublikum erobert, das bei „Live on Stage” auch Mystisches erleben kann.

Im Duett mit Kerstin Brühl

„Der zweite Teil beginnt mit dem Flair von ,Lord of the Dance, es macht eine ganz großartige Gruppe mit”, verrät Cashmore.

Passend zur Mystik wird es einen Ausschnitt aus dem Musical „Tanz der Vampire” geben - das Duett „Totale Finsternis”, das Cashmore gemeinsam mit Kerstin Brühl singt.

Die Sängerin und Entertainerin stellt übrigens am 10. Januar ihre erste Pop-CD „Sexy + Cool” (Bellaphone) vor. „Wir haben natürlich ein paar Überraschungen vorbereitet, die wir noch nicht verraten”, betont Cashmore vielversprechend.

In Zukunft wird er sich verstärkt dem dem Swing widmen. Kooperationen mit den Hamburger und Bremer Philharmonikern stehen an, und wenn er Erholung braucht, fährt er als Stargast auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Europa” mit.