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Jimi Hendrix wäre am Mittwoch 60 geworden

Jimi Hendrix wäre am Mittwoch 60 geworden

New York. Ob Jimi Hendrix sich das heutzutage noch trauen würde? Die US-Nationalhymne öffentlich in Klangfetzen zu zerreißen?

Einst hatte der wildeste und innovativste Rocker, der je sein Gitarrenkabel in einen Verstärker steckte, das Hohelied des amerikanischen Patriotismus zu einem Sound herabpfeifender und explodierender Bomben verzerrt.

Am Mittwoch wäre Hendrix 60 Jahre alt geworden. Vielerorts wird dem Mann gehuldigt, der fast über Nacht das E-Gitarrenspiel revolutionierte. Radiosender legen wieder „Hey Joe” und „Purple Haze” auf, „The Wind Cries Mary”, „Wild Thing” oder „Voodoo Child”.

Als er 1970 starb, war Hendrix 27. Ganze dreieinhalb Jahre hatte sein Siegeszug durch die Rockarenen der Welt angehalten. Doch was der schwarze Gitarrenvirtuose in dieser Zeit mit dem Saiteninstrument anstellte, hat die Rock- und

Popmusik bis heute hin nachhaltig beeinflusst. Gegen Ende griff das ausgelaugte Gitarren-Genie nach Schlaftabletten und spülte kräftig mit Alkohol nach. In der Nacht zum 18. September 1970 starb er am eigenen Erbrochenen.