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Aachen: Irritierende Spiele mit Bildern

Aachen : Irritierende Spiele mit Bildern

Fernseher, Plakate, Zeitungen, Flugblätter - die Welt ist geprägt von Bildern. „In dieser visuellen Welt kommt es kaum mehr zu einer exklusiven Betrachtung eines Bildes”, erklärt Melanie Bono, künstlerische Leiterin des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK).

In der dritten Ausstellung des Jahres (bis 6. Juli) hat sie zwei Künstler eingeladen, die sich und ihre Bilder auf individuelle Weise in Position zu der visuell orientierten Welt setzen.

Der französische Künstler Jimmy Robert greift auf vorhandene Bilder zurück, nimmt Gemälde von Flohmärkten oder Bilder aus Zeitungen als Grundlage für seine Collagen. Er verbindet sie mit unterschiedlichen Materialien. Der Betrachter glaubt die Collage in ihrer Dreidimensionalität vor sich zu sehen, tatsächlich sind es nur Drucke der Collagen, die eine neuartige Visualität entstehen lassen.

Auf der zweiten Etage sind Bilder des Iren Fergus Feehily ausgestellt. Er bringt Formen und Strukturen auf kleinformatige Faserplatten; sie sind nicht nur Grund, sondern auch Element der Bilder.

Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 10. Mai, um 20 Uhr. Ab 19 Uhr bietet der NAK ein Künstlergespräch an. Zu beiden Ausstellungen wird zur Finissage am 6. Juli ein Katalog veröffentlicht.

Wie berichtet, stehen dem Neuen Aachener Kunstverein (NAK) in diesem Jahr 75.000 Euro an Fördergeldern der Kunststiftung NRW zusätzlich für das Ausstellungsprogramm zur Verfügung. „Die Auszeichnung ist aber gleichzeitig eine Verpflichtung, dass wir uns in 2008 bemühen, eine Förderung in gleicher Höhe für 2009 zu akquirieren”, erklärt Bono. Gemeinsam mit der Kölner Kommunikationsagentur „Scheurer und Partner” wird der NAK nun ein langfristiges Marketingkonzept entwickeln, mit dem es gelingen soll, finanzkräftige Partner ins Boot zu holen.