Aachen: Innovationspreis an Choreograph Michael Clark übrreicht

Aachen: Innovationspreis an Choreograph Michael Clark übrreicht

In den 80er Jahren noch ein Enfant terrible der internationalen Tanzszene, heute als einer ihrer wichtigsten Impulsgeber weithin anerkannt: Michael Clark. Der in Schottland geborene Tanzkünstler und Choreograph erhielt am Sonntagmittag im Aachener Ludwig Forum aus der Hand von Kuratoriumsmitglied Regina Wyrwoll den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis Kunst der Peter und Irene Ludwig Stiftung überreicht.

Jurymitglied und Ballettkritikerin Wiebke Hüster würdigte Clark in ihrer Laudatio als einen der „begabtesten, klügsten und charmantesten Künstler“ überhaupt.

In der Schilderung seines Werdegangs zeichnete sie das Bild eines ästhetischen Erneuerers, der einer sich bis dato in „gepflegter Langeweile“ ergehenden Klassik die Schläfrigkeit ausgetrieben hat mit Inspirationen und Anleihen aus ganz anderen Künsten und Strömungen: Punk gehörte dazu, Rock- und Popmusik und vor allem die bildende Kunst.

Einen kleinen Eindruck von seinen sprühenden Ideen vermittelte eine Choreographie, die Clark eigens für die Preisverleihung konzipiert hatte, und Filmeinspielungen aus den 80er Jahren. Damals dröhnte er dem Establishment mit Rockbands, Sängern und überdimensionalen Hamburgern und Fritten als Bestandteil seiner Choreographien gehörig in den Ohren.

Rick Takvorian, der Juryvorsitzende und Mitbegründer des Preises, sprach im munteren Smalltalk mit dem bestens aufgelegten und dankbaren Preisträger über dessen Anfänge in der schottischen Provinz und seine maßgeblichen Einflussquellen wie Andy Warhol, David Bowie und andere Heroen der Punk-, Rock- und Popmusik.

(eho)