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Aachen: In der Euregio ergibt eins plus eins schon mal drei

Aachen : In der Euregio ergibt eins plus eins schon mal drei

Die wohl wichtigste Botschaft des Tages war die Stimmung, in der Gouverneur Leon Frissen und Wirtschaftsminister Martin Eurlings aus Limburg mit Oberbürgermeister Jürgen Linden IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes und RWTH-Rektor Burkhard Rauhut aus Aachen über ihre Kooperationen sprachen.

Anlass war die Tagung des Ministerrates der niederländischen Provinz Limburg im Aachener Ratssaal - zum ersten Mal. Und damit sicher schon allein ein Zeichen grenzüberschreitenden Vertrauens und Aufeinanderzugehens. Doch die Fragen, um die es konkret ging, sollen mehr sein als Zeichen. So sagte Eurlings, dass die „Internationale Schule” - ein Aachener Ansinnen, das in wenigen Tagen konkret vorgestellt werden wird, so Linden - „unsere gemeinsame Schule” sein soll. Was nach Höflichkeit klingt, geht weiter.

Denn er sagte auch, dass viele Doppelangebote hüben wie drüben aufgelöst werden sollen, weil so die einzelnen Angebote mit doppelter Energie einfach viel besser gelöst werden können. Oberbürgermeister wie Gouverneur bekundeten, dass man deshalb mitunter die Vorgaben aus Berlin und Den Haag auf kleinem Dienstweg euregional auslegen müsse.

Es sei so viel erreicht - zum Beispiel durch einen Kooperationsvertrag zwischen der RWTH, der IHK und der Provinz Limburg (wir berichteten), dass die Zusammenarbeit Limburg-Aachen zum „echten Motor der Euregio” geworden ist (Linden). Doch gibt es neben der „Internationalen Schule” und gegenseitiger Werbung im Tourismus noch eine bald zu lösende Aufgabe: die Bahnverbindung. Bisher seien aus den Niederlanden Heerlen und aus Deutschland Aachen die jeweiligen Endbahnhöfe.

Anders als zwischen Deutschland und Belgien. Schnelle Abhilfe tue Not. So soll möglichst bald die Schienenverbindung Aachen-Maastricht wieder „auf das richtige Gleis gesetzt” (Eurlings) werden. „Niederländische Züge fahren bis Aachen und deutsche bis Heerlen, und schon ist das Problem gelöst.” Die Zusammenarbeit nutze allen Bürgern der Region, denn: „Eins plus eins macht in unserem Fall eben drei.”