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Aachen: „In Aachen gigantische Aufbauarbeit geleistet”

Aachen : „In Aachen gigantische Aufbauarbeit geleistet”

Der international renommierte Neurologe Prof. Klaus Poeck aus Aachen ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Der gebürtige Berliner wurde 1967 auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Neurologie an der ebenfalls neu gegründeten Medizinischen Fakultät der RWTH berufen und leistete dort eine „gigantische Aufbauarbeit”. So beschrieb es einer seiner vielen erfolgreichen Schüler, Prof. Werner Hacke, als er Ende 2005 bei der Verleihung der Ehrenpräsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Laudatio auf Poeck hielt.

Er begann in Aachen mit einer Station, zehn Betten und drei Ärzten. Als er 25 Jahre später emiritierte, reichte der Platz in der Neurologie für 80 Patienten und war eine Aphasie-Station etabliert, die Schlaganfall-Patienten mit Beeinträchtigung der Sprachverarbeitung im Gehirn fördert.

Ein Schwerpunktthema des Wissenschaftslers, der einen neuen Therapieplan entwickelte, zu dem neben Fachärzten auch Linguisten, Psychologen und Logopäden hinzugezogen wurden. Außerdem baute Poeck eine neurologische Intensivstation und eine eigene Radiologie auf. Zu seinem 80. Geburtstag im Januar bilanzierte er im Gespräch mit unserer Zeitung: „Das hat sich alles gut entwickelt. Aber ich hatte auch gute Mitarbeiter.”