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Düsseldorf: Immer mehr Falschgeld ist in Umlauf

Düsseldorf : Immer mehr Falschgeld ist in Umlauf

Angesichts deutlich gestiegener Falschgeld-Zahlen haben Polizei und Bundesbank in Düsseldorf zu mehr Vorsicht beim Umgang mit Geldscheinen aufgerufen. Die Bürger sollten zwei, besser drei Sicherheitsmerkmale kontrollieren, rieten NRW- Innenminister Ingo Wolf (FDP) und Hans Peter Weser von der Deutschen Bundesbank am Donnerstag.

Auch der Handel verlasse sich zu sehr auf die Kontrolle mit UV-Licht - das reiche angesichts der Qualität der „Blüten” nicht mehr aus. Besser sei die Methode „Fühlen - Sehen - Kippen”.

In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der „Blüten” um durchschnittlich 28 Prozent pro Jahr. Im Langzeitvergleich seit 1965 habe der Anstieg bei zehn Prozent jährlich gelegen. Zwei Drittel der gefälschten Banknoten sind inzwischen 50-Euro-Scheine. Als große Weltwährung sei der Euro für organisierte Fälscherbanden besonders attraktiv. Ihre Werkstätten seien auf dem Balkan, im Baltikum und in Italien angesiedelt.

Auf 50.000 echte Geldscheine komme inzwischen eine „Blüte”. In der gesamten Euro-Währungszone wurden im vergangenen Jahr 500.000 falsche Banknoten aus dem Verkehr gezogen. In Deutschland wurden nach Angaben des Bundeskriminalamts 94.300 Blüten sicher gestellt. Nordrhein- Westfalen hat nach Angaben Wolfs wegen seiner Ballungsräume einen überdurchschnittlichen Anteil von 26,4 Prozent am Falschgeld- Aufkommen.

Den Fälschern gelingt es nach Bundesbank-Angaben inzwischen auch, einzelne Sicherheitsmerkmale zu kopieren. Eine Fälschung, die alle Merkmale originalgetreu wiedergebe, sei aber noch nicht aufgetaucht. Wer auf Falschgeld stoße, müsse die Polizei einschalten, um sich nicht strafbar zu machen. (Internet: Tests und Tipps zur Echtheit von Banknoten: www.bundesbank.de/bargeld/bargeld_falschgeld.php)