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Berlin/Köln: HP-Managerin Stachelhaus soll Unicef-Geschäfte führen

Berlin/Köln : HP-Managerin Stachelhaus soll Unicef-Geschäfte führen

Die derzeitige Geschäftsführerin des Druckerherstellers Hewlett Packard, Regine Stachelhaus, soll neue Geschäftsführerin des krisengeschüttelten Kinderhilfswerks Unicef Deutschland werden.

Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels” (Mittwochsausgabe) wird die 53 Jahre alte Top-Managerin und Juristin am Donnerstag in Köln der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach Angaben von Unicef gingen in den vergangenen Monaten mehrere Hundert Bewerbungen für die Position des Geschäftsführers bei der Hilfsorganisation ein. Eine Findungskommission des Vorstands hatte schließlich die Auswahl getroffen.

Stachelhaus war ab 1984 als Syndikusanwältin für die Hewlett Packard GmbH tätig und ist nach verschiedenen Stationen seit Mai 2002 Geschäftsführerin des Unternehmens. Sie trägt außerdem den Titel Vice President Imaging und Printing Group (IPG).

Unicef Deutschland war Ende vergangenen Jahres wegen undurchsichtiger Beraterverträge und angeblicher Verschwendung von Spendengeldern in die öffentliche Kritik geraten. Im Zuge der Affäre waren der Geschäftsführer Dietrich Garlichs und die damalige Vorsitzende Heide Simonis von ihren Ämtern zurückgetreten. Auch wurde der Hilfsorganisation das Spendensiegel aberkannt, das ein angemessenes Wirtschaften mit den geleisteten Spenden bescheinigt.

Im Zuge der Affäre hat Unicef nach eigenen Angaben etwa 20 Prozent der rund 200.000 Fördermitglieder verloren. Der Ausfall an Spenden dürfte nach Schätzungen des inzwischen neu gewählten Vorstandes zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen.