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Eschweiler: „Himmel über Eschweiler” siegt

Eschweiler : „Himmel über Eschweiler” siegt

Einen Querschnitt durch die Bildhauerei in Nordrhein-Westfalen und der Euregio Maas-Rhein bietet ab Sonntag eine sehenswerte Open-Air-Ausstellung, die aus einer Kunstpreis-Ausschreibung hervorgegangen ist.

Sie ist aufgebaut in dem weitläufigen Gelände der Röher Parkklinik in Eschweiler (Röher Straße 55), die den mit 5000 Euro dotierten Preis in Zusammenarbeit mit der Galerie Art Engert aus Eschweiler gestiftet hat. Aus 42 Bewerbern wurden zwölf Finalisten für die Schau ausgewählt, den Ersten Preis bekommt die Kölner Künstlerin Rita Rohlfing für ihre Arbeit „Himmel über Eschweiler”.

Die Jury war erstklassig besetzt: Annette Lagler, Ludwig Forum Aachen; Patricia van der Lugt, Stadsgalerij Heerlen; Christine Vogt, Galerie Schloss Oberhausen; Anitag Engert, Eschweiler Galeristin. Das prämierte Werk, ein transparentes, netzartiges Tuch, hängt an knorrigen alten Bäumen und zeigt die ein zusammengesetztes Luftbild von Eschweiler und der Umgebung - vom Flugzeug aus von der Künstlerin selbst geschossene Fotos. Eine Momentaufnahme, die buchstäblich kopfsteht, und mit den Tagebaugebieten die mitunter gewaltigen Eingriffe des Menschen präsentiert.

Gleichzeitig bricht der Betrachter mit seinen Blicken durch das transparente Netz hindurch und nimmt die reale Natur wahr - ein trefflicher Kontrast. Unter den Finalisten hat Wolfgang Nestler, Kalterherberg, eigens eine Stahlskulptur für den Park geschaffen: zwei Zylinder in einem scheinbar fragilen Schwebezustand, der die Schwere des Materials in einen Dialog mit der Leichtigkeit der Natur versetzt.

Der Aachener Magier Franz Buchholz hat eine kreisförmige Stahlscheibe an einen Ast gehängt, die auf geheimnisvolle Weise eine akustische Collage aus elektronischen und Natur-Klängen verströmt. Eine ganze Stadtlandschaft aus Glas präsntiert Anna Stöcker. Die Namen der anderen Finalisten: Claudia Breuer, Ingrid Roscheck, Ulf Hegewald, Irina Klokow, Uli Freude, Reinhard Puch, Clemens Weiss, Christoph Platz und Oliver Czarnetta.

Die Ausstellung ist vier Monate lang täglich von 14 bis 17 Uhr zu sehen.