1. Kultur

Aachen: Hilfe zur Selbsthilfe für alle Bürger im neuen Europa

Aachen : Hilfe zur Selbsthilfe für alle Bürger im neuen Europa

Kaum gehören Rumänen und Bulgaren zur Europäischen Gemeinschaft, kommen auch schon ihre Sozialarbeiter nach Aachen. Genauer gesagt zwei ihrer wissenschaftlichen Ausbilder, die sich mit einer Reihe von Kollegen aus sechs weiteren EU-Ländern in der Katholischen Fachhochschule Aachen (KFH) zum Start des Projektes „Gemeinwesen für ein soziales Europa” (Community Care Approach) trafen.

Keine Angelegenheit für große Schlagzeilen, aber vielleicht gegen Europa-Müdigkeit. Es geht nämlich letztlich um ein Thema, das grundsätzlich jeden Menschen in Europa betrifft, seit sich nach und nach alle Nationen vom Wohlfahrtsstaat verabschieden.

Hilf dir selbst, dann hilft dir die Gemeinschaft, heißt, salopp ausgedrückt, die Zukunft, die längst begonnen hat. Und es geht zweitens darum, wie man in kulturell und materiell so unterschiedlich ausgestatteten Systemen soziale Mindestleistungen aufrechterhält oder überhaupt erst schafft.

Im Projektdeutsch hört sich das so an: „Die Projektpartner sind davon überzeugt, dass die zunehmende Befähigung der Bürger und Bürgerinnen Europas zur Selbsthilfe und wechselseitigen Unterstützung und Bestärkung eine zentrale Strategie der Überwindung derzeit noch sehr unterschiedlicher sozialer Verhältnisse als auch unterschiedlicher Traditionen in den verschiedenen EU-Staaten ist.”

Was das für die konkrete Sozialarbeit „vor Ort” heißen muss, das versuchen die Teilnehmer dieses Projektes aus Belgien, Spanien, Schweden, Ungarn, Litauen, Rumänien, Bulgarien und Deutschland in den nächsten 20 Monaten zu erkunden.