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Würselen: Herzschlag afrikanischer Musik: Orchestra Baobab

Würselen : Herzschlag afrikanischer Musik: Orchestra Baobab

Wenn eine Band ein lange erwartetes, neues Album „Specialist in all styles” nennt, liegt der Verdacht auf Selbstüberschätzung oder Größenwahn nahe.

Das erste musikalischen Lebenszeichen des wiedervereinigten „Orchestra Baobab”, eine der einflussreichsten afrikanischen Bands aller Zeiten, trägt genau diesen Titel.

Mit einer Stilvielfalt, die nicht nur diverse westafrikanische Spielweisen, sondern auch jene der afrikanischen Diaspora vereint, kann sich die Big Band wirklich damit brüsten, Spezialisten in vielen Formen afrikanischer Popmusik zu sein.

Am Mittwoch, 30. Juli, 20 Uhr, gastiert die Band auf Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg.

Das Besondere des Orchestra Baobab war von Anfang an die Fülle an ethnischen Einflüssen. Es gelang ihm Mitte der 70er Jahre, den traditionellen, senegalesischen Griot-Gesang tanzbar zu gestalten, was ihnen in ganz Afrika zu ungeheurer Popularität verhalf. Baobab vereint den senegalesischen Griot-Gesang mit Jazz, Blues, Son und Salsa.

Schließlich kommen diese Stilistiken im Ursprung nicht aus der Karibik, Nord- oder Mittelamerika, sondern aus Westafrika und wurden von den afrikanischen Sklaven in den Westen importiert.

Näher kann man dem Herzschlag afrikanischer Musik kaum sein, als ein Konzert des Orchestra Baobab zu besuchen. Nach gefeierten Tourneen durch Nord- und Südamerika kann sich nun endlich auch das europäische Publikum vom Feuer authentischer afrikanischer Rhythmen begeistern lassen.

Das Orchestra Baobab hat jedenfalls nichts von seinem Charme eingebüsst.