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Heinsberg/Köln: Heinsberger Polizei hebt Räuberbande aus

Heinsberg/Köln : Heinsberger Polizei hebt Räuberbande aus

Nach intensiver mehrmonatiger Arbeit der Staatsanwaltschaft Köln und der Ermittlungskommission Lunte sind die Ermittler einer Tätergruppe auf die Spur gekommen, die seit Ende 2003 mehrere bewaffnete Banküberfälle im Raum Heinsberg begangen haben soll.

Bereits am 27. und 28. Mai diesen Jahres gelang den Beamten des Kriminalkommissariats 23 des Polizeipräsidiums Köln und des Kriminalkommissariats 11/31 des Landrates Heinsberg ein entscheidender Schlag gegen die Bande.

Fünf Tatverdächtige (vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 29 und 65 Jahren) wurden nach umfangreichen Durchsuchungen festgenommen - damals konnten aber nur geringe Teile der Beute sichergestellt werden.

Die weiteren Ermittlungen führten dazu, dass dieser Tätergruppe zwei weitere bewaffnete Raubüberfälle im März und Juni 2003 auf die Volksbank Wegberg in Wassenberg-Myhl zuzurechnen sind - weitere Tatbeteiligte konnten ermittelt werden.

Seit 6 Uhr am Dienstag Morgen laufen umfangreiche Festnahme- und Durchsuchungsmaßnahmen in Köln sowie im Raum Linnich, Heinsberg, Hückelhoven, Düren und Hürth.

Streng organisiert

Bei den neu hinzu gekommenen fünf Tatverdächtigen handelt es sich um eine Frau und vier Männer im Alter zwischen 26 und 48 Jahren. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht die Bande aus über 10 Tatverdächtigen. Sie gingen bei den Überfällen streng organisiert und arbeitsteilig vor.

Die Täter waren bei den jeweiligen Überfällen maskiert und bedrohten die Bankangestellten in allen Fällen mit Handfeuerwaffen. Durch die sehr detaillierte Tatvorbereitung und Planung und nicht zuletzt durch die professionelle Duchführung entstand ein Schaden von über einer halben Million Euro.

So hatte zum Beispiel ein 31-jähriger Rechtsanwalt, der zeitweilig sogar einen der Drahtzieher im Strafverfahren vertrat, nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen die Aufgabe, einen Großteil der Beute zu verwalten.

Waffenarsenal entdeckt

Die fünf genannten Tatverdächtigen wurden am Dienstag Morgen mit Haftbefehl festgenommen - ihre Vernehmungen dauern an. Zusätzlich fanden die Beamten bei Wohnungsdurchsuchungen in Heinsberg und Düren mehrere Schreckschusswaffen, Sturmhauben, ein Kleinkalibergewehr, Handgranaten und panzerbrechende Munition.

In diesem Zusammenhang nahmen die Ermittler eine 23-jährige Frau und einen 44-jährigen Mann vorläufig fest. Ob sie in einem Zusammenhang mit den Banküberfällen stehen, ist noch unklar.