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Trier/Aachen: Handwerker-Erlebnisstraße durch die Eifel

Trier/Aachen : Handwerker-Erlebnisstraße durch die Eifel

Mit einer Handwerker-Erlebnisstraße durch die Eifel wollen die Handwerkskammern Trier und Aachen mehr Touristen in die ländliche
Region locken. An zahlreichen Stationen sollten Besucher in Werkstätten die Möglichkeiten haben, bei der Herstellung eines Produkts zuzuschauen und es zu kaufen, teilten die Kammern am Freitag in Bitburg mit.

Einbezogen werden sollten neben den klassischen Handwerksberufen wie Weber, Müller, Kerzenmacher und Glockengießer auch moderne Berufe der High-Tech-Sparten.

Mit diesem Projekt solle die Eifel als Anziehungspunkt gestärkt werden. Aus Sicht der Kammern besteht die Gefahr, dass sich die Eifel zu einer „Schlafregion” entwickelt. Zehntausende pendelten täglich in andere Regionen aus, weil sie zu Hause keine Arbeit fänden. Zudem drohe ein Rückgang der Bevölkerung. Bis 2050 werde die Einwohnerzahl in der Eifel, die heute bei 415.000 liegt, um 15 bis 25 Prozent sinken, hieß es. Gleichzeitig wachse der Anteil der Senioren.

„Eine Verödung der ländlichen Räume dürfen wir nicht zulassen” sagte der Trierer Hauptgeschäftsführer Hans-Hermann Kocks. Wirtschaft und Politik müssten über die Landesgrenzen hinweg zusammen arbeiten, um ein regionales Entwicklungskonzept für die Eifel zu erstellen. Voraussetzung sei eine verbesserte Infrastruktur, sagte Aachen Kammer-Hauptgeschäftsführer Ralf W.Barkey. Dazu zähle etwa der Lückenschluss der Autobahn A 1 zwischen Daun und Blankenheim.