Bilder gegen den Krieg: Große Niedringhaus-Ausstellung im Kölner Käthe-Kollwitz-Museum

Bilder gegen den Krieg : Große Niedringhaus-Ausstellung im Kölner Käthe-Kollwitz-Museum

Zum fünften Todestag der in Afghanistan ermordeten Fotografin Anja Niedringhaus (1965-2014) zeigt das Käthe-Kollwitz-Museum in Köln vom 29. März an die erste posthume Retrospektive der Pulitzer-Preisträgerin. Mehr als 80 großformatige Aufnahmen dokumentierten das Werk, das die „Bilderkriegerin“ schon zu Lebzeiten zur Ikone gemacht habe, teilte das Museum am Montag mit.

Die weltweit wichtigsten Magazine und Zeitungen druckten ihre Aufnahmen auf den Titelseiten und verankerten sie so im kollektiven Gedächtnis.

Dabei habe Niedringhaus ihre Bilder immer als Aufrufe zum Frieden verstanden, da sie die Schrecken von Krieg und Gewalt vor Augen führten. Den Begriff „Kriegsfotografin“ lehnte sie für sich ab. Ihr umfangreicher Nachlass umfasst den Angaben zufolge auch Porträtaufnahmen und Sportfotografien, die in der Kölner Einzelausstellung erstmals durchgängig in Farbe ausgestellt werden.

Die in Höxter in Westfalen geborene Journalistin war am 4. April 2014 während der Berichterstattung über die Präsidentschaftswahl in Afghanistan von einem Attentäter erschossen worden. Sie saß in einem Auto, als ein Polizist auf sie zukam und gezielt das Feuer auf sie eröffnete. Niedringhaus wurde 48 Jahre alt. Ihre Karriere hatte sie 1990 bei der European Pressphoto Agency (EPA) begonnen. Für die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtete sie seit 2002 aus Nahost, Libyen, dem Irak, Afghanistan und Pakistan. 2005 erhielt sie als erste deutsche Fotografin den Pulitzer-Preis.

(dpa)
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