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Würselen: Götz Alsmann: Mambo II lässt grüßen

Würselen : Götz Alsmann: Mambo II lässt grüßen

Sein „kleines Herz” ist noch immer zu vermieten und das bei so vielen Fans, die gar nicht genug von ihrem „Götzi” bekommen können.

Eine zweite Auflage seines Programms „Filmreif” präsentierte Entertainer Götz Alsmann auf Burg Wilhelmstein und setzte damit einen gelungenen Schlusspunkt unter eine gehaltvolle Open-Air-Saison mit rund 35 Auftritten von Künstlern aus der ganzen Welt, denen über 25 000 Menschen applaudierten.

Alsmann ist musikalisch, bissig, lustig, klug, verspielt. Diese Kombination gibt ihm das erstaunlich Potential, um mit den unterschiedlichsten Genres zu jonglieren.

Bis hin zur clownesken Späßen beherrscht er die Bühne, löst verschlungene Nonsens-Geschichten mit einem Sprung in Mambo oder Samba, in den seine erprobte Musikertruppe herzhaft einstimmt, vier gestandene Herren in dunklen Anzügen - ganz Götz-Alsmann-Stil, allerdings ohne Haarspray-Tolle.

Posaunist Ludwig Götz, Percussionist Markus Paßlik, der sogar eine eigene drollige Komiker-Nummer bestreitet, Schlagzeuger Rudi Marhold und Bassist Mike Müller sind ein eingeschworenes und künstlerisch bewegliches Team.

Alsmann weiß, wie sehr er sich auf diese Kollegen verlassen kann, wenn er per Raumschiff Mambo II reist. Die Nibelungen-Sage, kombiniert mit Rosi, dem „Statikwunder beim Tanz der roulierenden Quasten”, signalisieren seine Leidenschaft: Er darf sie ausleben.

Und selbst dann, wenn er auf den Klavierhocker klettert, trifft er die schwarzweißen Tasten noch mit traumwandlerischen Sicherheit. 438 Jahre Swing-Mambo-Bossanova-Geschichte sind bei ihm gut aufgehoben. Euphorischer Applaus, heiter-wohlkalkulierte Zugaben, eben „Filmreif”. Und im nächsten Jahr soll es dann ein neues Programm geben.