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Aachen/Langerwehe: Geschichte dumpfer Gewaltbereitschaft

Aachen/Langerwehe : Geschichte dumpfer Gewaltbereitschaft

Inzwischen sind sie wieder auf freiem Fuß: Zwei jugendliche Deutschrussen (19/22) aus Langerwehe müssen sich in einem zweiten Strafverfahren vor der Jugendkammer des Aachener Landgerichts wegen versuchten gemeinschaftlichen Totschlags verantworten.

Es ist die Geschichte dumpfer Gewaltbereitschaft im jugendlichen Alkohol- und Drogenmilieu, die hier zur Verhandlung steht. Die Anklage wirft den beiden vor, am 7. Mai 2004 einen heute 44-jährigen Mann unter Todesdrohungen gezwungen zu haben, aus einem etwa 3,5 Meter hohen Wohnungsfenster hinunter auf ein Kopfsteinpflaster zu springen.

Das Opfer erlitt Frakturen an den Lendenwirbeln, dem Brustbein, beide Fersenbeine waren zersplittert. Der Mann kam aus der Nachbarschaft und wollte in jener Wohnung, in der ein Brüderpaar lebt, noch am späten Abend einen Plausch halten.