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Mönchengladbach: Gericht: Passagen in Doppelmord-Buch müssen gestrichen werden

Mönchengladbach : Gericht: Passagen in Doppelmord-Buch müssen gestrichen werden

Ein Buch über den Mönchengladbacher Doppelmord an zwei türkischen Frauen darf nicht in seiner bisherigen Form verkauft werden.

Der Vertrieb des bei Random House (München) erschienenen Buches sei bereits am 5. Mai per Einstweiliger Verfügung durch das Landgericht Mönchengladbach untersagt worden, teilte das Gericht am Dienstag mit. Demnach müssten Passagen gestrichen werden, die die Intimsphäre der Schwester eines der Opfer betreffen und die ohne deren Zustimmung verwendet worden seien.

Weil die Antragsgegner Widerspruch gegen diese Verfügung einlegten, wurde für diesen Donnerstag eine mündliche Verhandlung anberaumt. In dem Buch „Kein Schutz, nirgends” von Gülsen Celebi und Uta Glaubitz wird der im März 2007 begangene Doppelmord eines Türken an seiner Frau und der gemeinsamen Tochter beleuchtet.

Dabei schreiben die Autorinnen auch über die Schwester der getöteten Ehefrau, die von ihrem Schwager vergewaltigt worden sein soll. Sie hatte Einspruch gegen den Verkauf des Buches in seiner jetzigen Form erhoben.