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Aachen: Gelassener Könner servieren noblen Jazz

Aachen : Gelassener Könner servieren noblen Jazz

„Gentleman-Jazz” vom Allerfeinsten gab es in der „Blue Hour”. Die unangefochtene Nummer 1 der Aachener Jazzer, das Heribert-Leuchter-Trio, swingte in der gediegenen Atmosphäre des Aachener „Quellenhofs”. Gediegen war auch das Publikum.

Heribert Leuchter genoss diese im besten Sinne des Wortes „coole” Atmosphäre sichtlich. Schließlich ist diese Art das Jazzes nicht im verrauchten Jazzkeller gewachsen, sondern im Glamour von Las Vegas, wo Benny Goodman, Duke Ellington oder Dave Brubeck, die großen Vorbilder des Trios aufgetreten seien. Trotz aller Gedämpftheit: Das Publikum ging mit. Manches Bein fing an zu wippen und manches Auge leuchtete.

Das Blue-Rondo à la Turk des Cool-Jazzers Dave Brubeck nach Mozart gab es auch zu hören. Das zu Anfang noch deutlich erkennbare Mozart-Motiv ging im Laufe des Stücks immer mehr ein in der Spielfreude, dem Swing und der Improvisationskunst der drei Musiker.

Nicht nur das Bariton- und Altsaxophon des Bandleaders dominierten, auch Stefan Kremer am Schlagzeug und Gero Koerner an der Hammondorgel zeigten in Soli oder als Leitinstrumente ihr außergewöhnliches Können. Besonders Koerner reizte sein Instrument in einem selbstkomponierten Stück richtig aus.

Das Trio schaffte es auch , einen kleinen Wermutstropfen zu überspielen: Die vierte im Bunde, die Sängerin Kate Westbrook, konnte wegen des Orkans nicht von London nach Aachen kommen. .

Die nächste „Blue Hour” findet am 18. März statt. Karten unter 0241 9132-936.