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Bonn: Gefühle in Samt: Xavier Naidoo auf der Museumsmeile

Bonn : Gefühle in Samt: Xavier Naidoo auf der Museumsmeile

Er spaltet mit seinen Texten die Gemüter, begeistert aber auch die Massen: Xavier Naidoo, bibelfester Sänger und Poet, der erfolgreichste deutsche Popstar der vergangenen Jahre.

Auf der Museumsmeile in Bonn stellte er bei einem Open-Air-Konzert seine neue Doppel-CD „Zwischenspiel - Alles für den Herrn” vor, spielte aber auch die bekannten Hits von früher.

Augenscheinlich liebt der 31-Jährige den unmittelbaren Kontakt zu seinen Fans, wobei Naidoo auf den üblichen verbalen Austausch fast verzichtet. „Ich bin ja kein Moderator, sondern in erster Linie Musiker. Deshalb sind die Menschen ja auch gekommen”, sagt er.

Eine Einstellung, die auch in Bonn von den gut 5000 Konzertbesuchern positiv angenommen wurde. Bereits lange vor dem offiziellen Beginn des Konzertes war die Stimmung euphorisch. Als Naidoo dann auf die Bühne kam, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr.

om ersten Ton an hatte der Mannheimer die Menschenmasse im Griff. Im Mittelpunkt des gut 90-minütigen Konzertes stand natürlich seine neue CD, mit der sich Naidoo nach gut anderthalb Jahren Pause als Solokünstler zurückmeldet.

Mit seinen neuen Songs knüpft er an die vergangenen Werke nahtlos an, zeigt aber auch, dass er sich persönlich weiterentwickelt hat.

Singt der 31-Jährige doch nicht mehr nur über Gott, thematisiert nun auch Liebe, Beziehungen, Gefühle und Politik. Der Sänger, Texter und Komponist kleidet alltägliche Gefühle in Samt und Seide, verzaubert die Aussagen mit eindrucksvollen Melodien.

In einem perfekten Zusammenspiel mit seiner fünfköpfigen Band und zwei Backround-Sängerin zelebrierte er förmlich seinen Auftritt, ohne unnatürlich zu wirken. Als „Special Guest” präsentierte sich im Vorfeld die deutsch-irische Band Reamonn dem Publikum.