Köln: Gassenhauer mit Affenpower lassen die Arena beben

Köln: Gassenhauer mit Affenpower lassen die Arena beben

HipHop ist nicht jedermanns Sache. Aber wenn Peter Fox (37) HipHop macht, dann wird daraus eine pikante Sache. Und für 14.000 Fans in der restlos ausverkauften Lanxess-Arena am Samstagabend in Köln eine pralle Party.

Fox ist ein HipHopper von lyrischem Format. Seine Texte sind sprachgewaltig und bildhaft, aber nie obszön.

„Guten Morgen, Berlin, du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau, du kannst so schrecklich schön sein, deine Nächte fressen mich auf”, Zeilen wie diese, die er seiner Heimatstadt auf den asphaltfarbenen Leib dichtet, tragen urbane Poesie in sich. Wer dabei allerdings an leise Töne denkt, irrt gewaltig.

Nicht umsonst wird an diesem Abend das Tragen von Ohrenstöpseln empfohlen. Die Arena bebt. Die „Cold Steel Drummers”, eine vierköpfige Marching.Band aus den USA, gibt dazu den Rhythmus vor. Die absolut synchrone Choreografie ist faszinierend. 2009 ist das Peter Fox-Jahr.

Fox und seine Band, unterstützt von diversen Gastsängern, servieren Gassenhauer mit Affenpower. „Lok auf zwei Beinen”, „Der letzte Tag” und „Stadtaffe” - es gibt die volle Packung von der CD, stets garniert mit „äffischem Zubehör” wie einem Gorilla mit böse neongelb funkelnden Augen auf der Videoleinwand, Affenmaske oder King Kongs Konterfei nebst weißer Frau. Da aber nach zwölf Stücken unmöglich Schluss sein kann, legt Fox flugs nach.

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