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Düsseldorf: Frachtflugzeug rollte über Landebahn hinaus

Düsseldorf : Frachtflugzeug rollte über Landebahn hinaus

Ein Jumbo-Jet ist am Montag auf dem Düsseldorfer Flughafen von der Landebahn abgekommen und in Brand geraten. Zwei Triebwerke der Frachtmaschine hätten Feuer gefangen, teilte der Airport mit. Die dreiköpfige Crew der US-amerikanischen Fluggesellschaft Atlas-Air blieb unverletzt.

Der Flugverkehr am drittgrößten deutschen Airport war für eine Stunde unterbrochen. Es kam zu massiven Verspätungen, 43 Flüge wurden gestrichen, zwei ankommende Maschinen zum Airport Köln/Bonn umgeleitet.

„Die Triebwerke sind nach der Kollision mit einem Zaun und einer Funkantenne am Ende der Landebahn in Brand geraten”, sagte Frank Göldner von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen in Braunschweig. Bei dem Zusammenstoß seien Kerosin-Leitungen zerstört worden. Funken hätten den Treibstoff dann entzündet. Die Löschanlagen in den Triebwerken und die Flughafen-Feuerwehr hatten den Brand schnell ersticken können.

Warum die Maschine vom Typ Boeing 747-200 über die Landebahn hinausgerollt war, müsse noch geklärt werden. Neben den winterlichen Bedingungen kämen auch technische Probleme oder eine zu spät eingeleitete Landung in Frage. Flugunfall-Experten des Bundes wollen nun den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder der Boeing auswerten. Das Flugzeug war in Dubai gestartet. Es hatte 70 Tonnen Textilien, Elektroteile und Ersatzteile für Autos geladen.

Ein Flughafen-Sprecher betonte, dass die Landebahn vor dem Unfall von Eis und Schnee befreit worden war. Die Maschine, die auf einem Feld zum Stehen gekommen war, sollte noch am Abend entladen, enttankt und geborgen werden. Der Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen war wegen des Vorfalls stundenlang gestört. Die Abflüge verzögerten sich um bis zu zwei Stunden. Erst am Nachmittag normalisierte sich der Flugverkehr.