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Hückelhoven: Filmtage bieten Kino für die Jugend

Hückelhoven : Filmtage bieten Kino für die Jugend

Die wichtigste Filmveranstaltung der Region öffnet am Wochenende wieder ihre Pforten: Vom 15. bis zum 17. November locken die Belgisch-Niederländisch-Deutschen Filmtage mit guten Filmen und spannenden Diskussionen mehr als 300 junge Teilnehmer nach Hückelhoven.

Seit mehr als dreißig Jahren gibt diese einzigartige Veranstaltung vor allem Jugendlichen die Gelegenheit, auf unterhaltsame Weise etwas vom politischen, sozialen und kulturellen Leben des jeweiligen Herkunftlandes zu erfahren. Dabei bringen die „Belgisch-Niederländisch-Deutschen Filmtage” in Hückelhoven Jugendlichen den Landesnachbarn und dem Film näher.

Die Stimmung inn Hückelhoven ist einzigartig

Die Stimmung ist dabei ebenso einzigartig wie das Ereignis. Aus der mutigen Initiative aktiver Filmpädagogen aus Nordrhein-Westfalen entstand im Laufe der Jahre eine international angesehene Filmveranstaltung für Jugendliche Europas.

Bemerkenswert ist vor allem, dass sich der Geist der Filmtage aus Zeiten rübergerettet hat, in denen uneigennützige Arbeit noch einen anderen Stellenwert hatte.

Gisela Münzenberg-Wiers füllt diese ehrenamtliche Tätigkeit seit über zwanzig Jahren aus. Nachdem sie selbst einst als Teilnehmerin nach Hückelhoven kam, leitet sie nun die Filmtage, bereitet das Ereignis für mehr als 300 Jugendliche vor und kümmert sich während des Filmwochenendes um alle großen und kleinen Probleme.

Außerdem ist sie in der freien Filmarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Aachen tätig - ehrenamtlich wohlgemerkt, während sie im Beruf für eine Aachener Rehaklinik arbeitet.

Zum Auftakt „Im Jahr der ersten Küsse”

Mit einem Etat von rund 35 000 Euro werden zehn Filme aus den drei Ländern gezeigt. Das Programm für Jugendliche und Gäste startet am Freitag um 17 Uhr mit dem außergewöhnlich guten deutschen „Das Jahr der ersten Küsse”. In der einfühlsamen Geschichte einer ersten Liebe und einer tollen Jugendclique spielt die junge Aachenerin Diane Siemons-Willems eine Hauptrolle.

Nach der offiziellen Eröffnung am Abend (20 Uhr) wird der niederländische Klassiker „Het Meisje met de rode haar” gezeigt. Brennend aktuell ist dann am Samstag „Die innere Sicherheit” aus Deutschland: Ein junges Mädchen zieht mit ihren Eltern heimatlos durch Europa, sie waren einst RAF-Aktivisten und werden noch immer gesucht.

Die Vorführungen und Gespräche in der Aula im Zentrum des Ortes sind für alle Interessierten frei zugänglich und immer eine Fahrt nach Hückelhoven wert.