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Düsseldorf: Filmmuseum Düsseldorf plant Schau zur „Archäologie” des Kinos

Düsseldorf : Filmmuseum Düsseldorf plant Schau zur „Archäologie” des Kinos

Das Düsseldorfer Filmmuseum plant eine umfangreiche Ausstellung zur „Archäologie” des Kinos. Die in Kooperation mit der Film-Akademie in Hollywood entstehende Dokumentation soll der langen Geschichte des bewegten Bildes durch viele Jahrtausende und Kulturen nachspüren.

Dies kündigte der neue Direktor des Düsseldorfer Filmmuseums, Bernd Desinger (47), am Montag an. Die Ausstellung zur „Geburt des Films” soll einen bisher nie gezeigten historischen Bogen von der Eiszeitmalerei mit der Darstellung galoppierender Wildpferde über die Kunst Altägyptens und des Mittelalters bis zum frühen Kino schlagen, erklärte Desinger.

Auch in der Literatur vergangener Jahrhunderte fänden sich Szenen, die in ihrer literarischen Schilderungen langen Kamerafahrten glichen, sagte der Filmexperte. Fotografien und Panoramabilder des 19. Jahrhunderts zeigten, „dass der Film in den Köpfen schon geboren war, bevor er auf die Leinwand kam”. Voraussichtlich ab Ende 2010 soll die Ausstellung „Pre-Cinema” zunächst am Rhein, später dann auch in Los Angeles gezeigt werden.

In Zusammenarbeit mit der Filmhochschule in Lodz und dem Polnischen Kulturinstitut erarbeite das Filmmuseum derzeit auch eine Ausstellung zu Leben und Werk Regisseurs Roman Polanski. Der aus Polen stammende Kino-Künstler soll „als einer der bedeutendsten Regisseure unserer Zeit” ab Ende März bis Ende Mai kommenden Jahres „museal” in der NRW-Landeshauptstadt gewürdigt werden, sagte Desinger.

Das Düsseldorfer Filmmuseum, das jährlich von rund 65 000 Kino- Fans besucht wird, zählt mit seiner umfangreichen Dauerausstellung und riesigen Archivbeständen zu den größten der insgesamt fünf filmhistorischen Sammlungen in der Bundesrepublik.