Aachen: „Figaro” an Lachstartar und Hummersauerbraten

Aachen: „Figaro” an Lachstartar und Hummersauerbraten

Der Chef schwingt diesmal nicht den Taktstock. Aber auch ohne Generalmusikdirektor Marcus Bosch soll der geschmackvolle Dreiklang von wunderbaren Melodien, edlen Schlitten und feinsten Speisen wieder Ohren, Augen und Gaumen der Klassikfreunde betören.

Bereits zum dritten Mal spielt das Aachener Sinfonieorchester unter dem Titel „M & M” Mozart im Mercedes-Palast.

Das Konzert im Aachener Autohaus (Gneisenaustraße) ist viel mehr als ein Marketing-Gag. Die ausgezeichnete Akustik in der gläsernen Halle wird allseits gerühmt. Felix Giglberger, der Erste Konzertmeister, kann im Aachener Osten das zelebrieren, „was im Eurogress schwer möglich ist: die kleinsten Nuancen in Mozarts Musik herausarbeiten”. Der 34-Jährige hat diesmal die Einstudierung übernommen, da der scheidende Chef bekanntlich in Aachen und Nürnberg doppelt ausgelastet ist.

Auch unter dem noch zu kürenden Bosch-Nachfolger sollte die erfolgreiche Mozart-Reihe fortgesetzt werden, findet Matthias Hindemith, Leiter der Aachener Mercedes-Niederlassung, der die Spielstätte kostenlos zur Verfügung stellt. „Wir sehen uns auch ein bisschen als Übergangsstätte zu einem Haus für Musik”, sagt er. Klingt das Haus für Musik noch als Zukunftsmusik, so ist das Haus für Mozart also längst gefunden.

Am Feiertag Allerheiligen, Dienstag, 1. November, ab 11 Uhr, wird neben Mozarts Concertone für zwei Violinen (Giglberger und Fabian Grimm) und Orchester die Haffner-Sinfonie präsentiert. Die Ouvertüre und die beiden Arien der Gräfin, gesungen von Sopranistin Katharina Hagopian, geben zudem einen Vorgeschmack auf die Oper „Le nozze di Figaro”, die am 4. Dezember im Theater Aachen Premiere feiert - dann mit Marcus Bosch am Pult.

Noch üppiger als der Programmzettel klingt die Speisekarte: Neben den Sternekarossen kredenzt Sternekoch Christof Lang vom Aachener Restaurant „La Becasse” nach dem Konzert kulinarische Kostbarkeiten: zum Beispiel Lachstartar, Nudel-Wasabi-Risotto mit Krebsfleisch und Hummersauerbraten. Und zwischen all den leckeren Kalorien wird wieder ein lockerer Plausch mit den Musikern offeriert.

Karten für das Sonderkonzert zum Preis von 25 Euro (plus Menü: 49,50 Euro).

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