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Festnahme nach Tod eines Kochs

Festnahme nach Tod eines Kochs

Köln. Rund fünf Monate nach dem Verschwinden eines 48-jährigen Kochs aus Köln ist der gewaltsame Tod des Mannes offenbar aufgeklärt. Ermittler der Mordkommission nahmen am Donnerstagabend einen 35-Jährigen unter dringendem Tatverdacht fest.

Der Mann sei im Begriff gewesen, sich aus Köln abzusetzen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Der Tatverdächtige habe inzwischen ein Geständnis abgelegt.

Das 48-jährige Opfer war nach dem 23. Januar nicht mehr wie gewohnt an seinem Arbeitsplatz, einem Restaurant im Kölner Studentenviertel, erschienen. Auch in seiner Wohnung war er nicht. Aufgrund der schweren Herz-und Diabetes-Probleme des Vermissten war die Polizei zunächst von einem Unglücksfall ausgegangen.

Am 19. Februar wurde dann die halbgefrorene und durch zahlreiche Messerstiche entstellte Leiche des Mannes in einem Abwasserkanal in der belgischen Provinz Lüttich gefunden.

Akribische Befragungen im Bekanntenkreis des Opfers haben die Mordermittler den Angaben nach jetzt auf die Spur des 35-Jährigen gebracht. Das Motiv für die Tat steht noch nicht fest, die Beamten vermuten aber eine Auseinandersetzung um eine Frau. Das Opfer hinterlässt in seinem Heimatland Syrien eine Ehefrau und acht Kinder.