Rock im Regen?: Festival am Nürnburgring startet mit Gefahr von Unwetter

Rock im Regen? : Festival am Nürnburgring startet mit Gefahr von Unwetter

Immer wieder der bange Blick in den Himmel: Nähern sich Gewitterwolken? Dennoch beginnt „Rock am Ring“ mit viel guter Stimmung. Mehr als 80.000 Fans feiern in der Eifel ein gigantisches Open-Air-Fest. Bei „Rock im Park“ strahlt die Sonne.

Mit der Gefahr von Unwettern ist am Freitag das legendäre Musikspektakel „Rock am Ring“ gestartet. Als die US-Rockband Badflower den Auftakt auf der Hauptbühne des Festivals in der Eifel machte, schien aber noch die Sonne. Ein Wechselspiel mit Sonnenstrahlen und Wolken mit etwas Regen gab es bei der US-Rockband Halestorm, wo zuerst der Drummer mit einem Solo den Fans einheizte.

Mehr als 80.000 Fans waren zum Nürburgring in der Eifel geströmt. Zehntausende waren schon lange vorher angereist, um auf großen Campingplätzen Party zu machen. Am späteren Abend wollten unter anderem die Alternative-Rock-Band The Smashing Pumpkins und die Metal-Band Tool bei den vorwiegend jungen Besuchern für Stimmung sorgen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den späteren Freitagnachmittag „aufkommende Schauer und kräftige Gewitter mit Sturmböen, teils Unwettergefahr“ angekündigt. Am Samstag sollte sich das Wetter wieder beruhigen.

Wettersorgen gab es beim Zwillingsfestival „Rock im Park“ auf dem Nürnberger Zeppelinfeld nicht: strahlende Sonne - und Feine Sahne Fischfilet. Die Mecklenburger konnten sich am Nachmittag über zahlreiches und tanzfreudiges Publikum freuen.

Beim Partymachen wollte die Band auch politische Töne setzen: So kritisierte Frontsänger Jan „Monchi“ Gorkow die Migrationspolitik der EU. Es könne nicht sein, dass darüber diskutiert werde, ob ein ertrinkender Mensch gerettet werde oder nicht. „Wenn man Waffendeals abschließt mit Saudi Arabien oder der Türkei, dann muss man sich nicht wundern, wenn Menschen fliehen. Wir würden das genauso machen“, sagte der Sänger - und wurde von den Fans beklatscht und bejubelt.

Insgesamt rund 75 Bands haben sich bis Pfingstsonntag bei beiden Festivals angekündigt - und insgesamt mehr als 150.000 Rockfans. Bei „Rock im Park“ waren am Freitag Die Ärzte die ersten Headliner - mit ihrem ersten Auftritt seit sechs Jahren.

(dpa)
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