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München: Familie Palmer-Stoll: Zweifel an Unfallversion

München : Familie Palmer-Stoll: Zweifel an Unfallversion

Nach dem Tod der Schauspielerin Julia Palmer-Stoll haben Familienangehörige Zweifel an der bisherigen Version des Unfallhergangs angemeldet. Der Vater der „Marienhof”-Darstellerin schaltete laut einem Bericht der „Bild am Sonntag” einen Anwalt ein.

Dieser Anwalt will mit einem Gutachten klären, ob der Unfall in der Nacht zum Donnerstag hätte vermieden werden können. Die 21-Jährige, die in der Vorabendserie die Krankenschwester Simone spielte, hatte in Dachau bei München einen Igel von der Straße tragen wollen und war dabei von einem Auto überfahren worden.

Gleich in mehreren Punkten gibt es dem Blatt zufolge Zweifel an der Darstellung des Unfallfahrers. So meinte die Mutter der Darstellerin, sie könne sich nicht vorstellen, dass Julia nicht zu sehen war. „Ich habe mir die Unfallstelle angesehen. Da sind doch Lampen”, sagte sie der „BamS”.

Ein Gutachten der Polizei soll jetzt Aufschluss darüber bringen, ob der Unfall hätte vermieden werden können. Ein Polizeisprecher betonte allerdings am Sonntag, es sei bei jedem tödlichen Unfall völlig normal, ein Gutachten anfertigen zu lassen. Mit ersten Ergebnissen sei erst in zwei Wochen zu rechnen.

Der 41 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens hatte nach dem Unfall erklärt, er sei von dem Fernlicht des Wagens von Palmer-Stoll geblendet worden. Zudem hatte die 21-Jährige dunkle Kleidung getragen und sich in der Hocke auf der Straße befunden.