Aachen: Experimentierfreude beim Familienkonzert

Aachen : Experimentierfreude beim Familienkonzert

Experimentierfreudig ging es beim Familienkonzert im voll besetzten Aachener Theater zu, als Kapellmeister Mathis Groß und Moderatorin Lisa Klingenburg Einblicke in die Werkstatt eines Komponisten erlaubten. Den Anfang machte die fast 30-köpfige, mit der Musikschule kooperierende Streicherklasse der Viktoriaschule.

Sie präsentierte sich improvisierend, bevor sie den Kanon „Bruder Jakob“ anstimmte. Groß und das Aachener Sinfonieorchester griffen den Faden auf und setzten mit Mahlers Moll-getrübter Bearbeitung des Lieds aus dessen 1. Sinfonie nach. Rasch trat Klingenburg in einen Dialog mit den Kindern, wobei einige kompositorische Details angesprochen wurden. Die Gefahr, in allzu pädagogische Fahrwasser zu geraten, bannte sie geschickt, indem die Kinder zu Mitmachaktionen aufgefordert wurden, bei denen die Streicherklasse emsig mitwirkte.

Avantgardistische Töne und grafische Notationen beherrschten eine Komposition des Griechen Anestis Logothetis und eine eigene Arbeit der Streicherklasse. Abgerundet wurde die Matinee mit der Uraufführung von „Jakobs Traum“ aus der Feder des Aachener Komponisten Sven Heinze, der Elemente des Programms in eine kleine Geschichte eingliederte. Ein wenig mehr Pep hätte das Werk allerdings vertragen können.

(P. Ob.)
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