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Köln: Ex-Manager setzt auf eine offensive Taktik

Köln : Ex-Manager setzt auf eine offensive Taktik

Auf den ehemaligen Fußball-Manager Reiner Calmund könnten schwere Zeiten zukommen. Neben Calmund wird auch gegen den Spielerberater Volker Graul wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt.

Calmund soll an Graul aus der Vereinskasse von Bayer Leverkusen dubiose Bargeldzahlungen vorgenommen haben. Der Strafrahmen bei schwerer Untreue reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Weitere Beschuldigte seien in dem Verfahren bislang nicht erkennbar, erklärte Staatsanwalt Feld.

In den Wochen zuvor waren vom Wirtschaftskommissariat der Bielefelder Kriminalpolizei Ermittlungen angestellt worden, weshalb der damalige Bayer-Manager Calmund im Juni 2003 insgesamt 580.000 Euro Bargeld vom Vereinskonto an den Spielerberater Graul gezahlt hatte. Zehn Monate nach der Zahlung hatte Graul dem Fußball-Bundesligisten eine Rechnung über die „Vermittlung einer Kaufoption” für zwei U-21-Nationalspieler aus Serbien und Kroatien geschickt. Inzwischen behauptete Graul gegenüber Journalisten, es habe sich um Kaufoptionen für insgesamt vier Nachwuchsspieler gehandelt.

Unterdessen hat der ins Zwielicht geratene Calmund über seinen Verteidiger angekündigt, dass er am kommenden Freitag mit einer öffentlichen Erklärung in die Offensive gehen wolle. „Wir wollen die Negativfront zurück drängen”, sagte Rechtsanwalt Stefan Seitz. Er habe mit seinem Mandanten Calmund „stundenlang zusammen gesessen und festgestellt, dass an den Vorwürfen überhaupt nichts dran ist”.