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Aachen: Euregionales bei einem guten Bier

Aachen : Euregionales bei einem guten Bier

Wer Geburtstag hat, gibt einen aus. Weil unser euregionales Nachbarland gerade sein 175. Jahr vollendet, kam Karl-Heinz Lambertz, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dieser Verpflichtung quasi stellvertretend nach und lud zum belgischen Bierabend.

Er konnte sich über eine zahlreiche Gästeschar freuen, die mit viel Interesse an den Nachbarn und ihren Bierkreationen in Hof und Garten der Regio Aachen an der Theaterstraße gekommen war.

In Windeseile hatte sich eine Schlange vor den vier Zapfhähnen gebildet, an denen vom hellen Pils bis zum dunklen Starkbier ein kleiner Querschnitt belgischer Braukunst im Akkord in die Gläser gefüllt wurde. Doch bevor sich die Gäste vollends in anregendes Fachsimpeln über den Gerstensaft vertieften, richtete Karl-Heinz Lambertz das Wort an sie. Er wies auf die gemeinsame Liebe unserer Länder zum Bier und die recht unterschiedliche Brautradition hin. Während die Belgier viel Kreativität in das Produkt gesteckt hätten, verharrten die Deutschen stur beim Reinheitsgebot.

Die Stimmung bei der Geburtstagsparty benötigte indes keinen Katalysator mehr. Nach den offiziellen Reden klärte die Kabarettistin Renate Wünsche die Gäste über die Geschichte und Vielfalt belgischer Braukunst auf. So gehöre zu jeder Region eine eigene Schöpfung samt der passenden Käse und Wurstwaren. Besonderes stolz berichtete sie von der Auszeichnung „Bestes Bier der Welt”, die unlängst eine australische Jury dem belgischen Trappistenbier „Delirium Tremens” verlieh...