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Aachen: Erste Kultur-Liga macht Fußball Konkurrenz

Aachen : Erste Kultur-Liga macht Fußball Konkurrenz

Fußball ist ein Massenvergnügen; Kultur etwas für Eliten... Eine in diesem Monat veröffentlichte Studie der Metrum-Managementberatung spricht eine etwas andere Sprache. Man muss zumindest differenzieren.

Es dreht sich nicht alles ums runde Leder, auch die Musen ziehen Publikum in Millionenstärke an. Vergleiche sind schwer zu ziehen, dennoch kann man Zahlen für sich sprechen lassen.

Wie die Zeitschrift „Theater Management aktuell” in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, hatte die Erste Fußball-Bundesliga in der Saison 2000/2001 mit insgesamt 8,8 Millionen Zuschauern einen Besucherrückgang von 4,2 Prozent zu verzeichnen, während es bei der Ersten Kultur-Bundesliga genau umgekehrt aussah: In die bundesweit 50 bestbesuchten Museen, Theater und Konzerthäuser für klassische Musik kamen 17,9 Millionen Menschen - 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Kulturbetriebe in Städten wie Aachen oder Krefeld, Würzburg oder Oberhausen tauchen in dieser Statistik gar nicht auf. Es sind - wie im Fußball - eben nur die Zahlen der Ersten Liga. Die sagen zwar nichts über Inhalt und Qualität, sind aber in den aktuellen Spardiskussionen ein wichtiges Argument.

Und sie sind in Städten wie Aachen nicht minder eindrucksvoll. Man muss sich nur beeindrucken lassen.

Die ersten zehn der 50 bestbesuchten Kulturbetriebe in Deutschland im Jahr 2001:

1) Bundeskunsthalle Bonn: 1,117 Millionen Besucher

2) Gasteig München: 642 000

3) Philharmonie Berlin: 610 000

4) Philharmonie Köln: 593 000

5) Bayerische Staatsoper München: 582 000

6) Albertinum Dresden: 564 000

7) Staatstheater Stuttgart:543 000

8) Hypo-Kunsthalle München: 530 000

9) Liederhalle Stuttgart: 520 000

10) Alte Oper Frankfurt: 462 000