Köln: Erfolg für Beuys-Werke auf Auktion in Köln

Köln: Erfolg für Beuys-Werke auf Auktion in Köln

Mit einem Spitzenpreis ist in der vergangenen Woche ein Frühwerk von Joseph Beuys vom Kölner Kunsthaus Lempertz versteigert worden.

Die auf 170.000 Euro taxierte Bronzeplastik „Sonnenkreuz” ging für 294.000 Euro an einen Bieter aus dem Deutschen Kunsthandel. Das teilte das Auktionshaus am Dienstag in Köln mit.

Das „Sonnenkreuz” aus dem Umfeld der elterlichen Familie des Künstlers war einst ein Geschenk Beuys an seine Mutter. „Gute Unikate” des Künstlers (1921-1986) erzielten immer gute Preise, sagte Mechthild Potthoff, Leiterin der Abteilung für zeitgenössische Kunst bei Lempertz.

Das „Sonnenkreuz” aus den Jahren 1947/48 sei wegen seiner „traumhaften Patinierung” eines der schönsten der von Beuys geschaffenen Kreuze.

Auch die Beuysschen Multiples seien nach einigen, durch eine „Inflation” an Multiples und Grafik bedingten, schwachen Jahren „wieder im Kommen”, berichtete Potthoff.

„Insbesondere die, die seltener angeboten werden.” Gleich zwei Beuyssche Multiples seien bei der Auktion mit den höchsten Steigerungsraten an amerikanische Privatsammler verkauft worden.

„Lange nicht mehr auf einer Auktion vertreten” war nach Angaben Potthoffs eine in einer 50er-Edition aufgelegte „Ölkanne” (1980) aus Privatbesitz, die ihren Schätzpreis von 2000 Euro um 10.000 Euro übertraf.

Ein „heftiges Bietergefecht” gab es um eine Holzbox samt Kräutertee gefüllter Coca-Cola-Flasche, die 1975 insgesamt 40 Mal aufgelegt wurde. Geschätzt auf 5000 bis 7000 Euro, kam die Edition erst bei 32.000 Euro unter den Hammer.

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