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Aachen-Kornelimünster: Ein Spiel mit Raum, Bewegung und Statik

Aachen-Kornelimünster : Ein Spiel mit Raum, Bewegung und Statik

Eins seiner Kunstwerke ist den Kennern der Landeseinrichtung Kunst aus NRW in Kornelimünster bereits bestens bekannt. Die große „Raumplastik 2” von 1975 befindet sich als feste Installation auf der ersten Etage des Hauses am Abteigarten.

„Die sechste und damit letzte Ausstellung des Jahres 2002 haben wir deshalb auch dem Düsseldorfer Künstler Dirk Gottfriedt gewidmet, denn mit ihm schließt sich wie so oft ein Kreis in unserem Haus”, erklärt Maria Engels, Leiterin des Hauses, eine bewusste Entscheidung für die Skulptur, nachdem die letzten Jahre eher den Gemälden gewidmet waren.

Und mit Gottfriedt schließt sich zudem ein interessanter Kreis, denn nicht nur in den Räumen des Erdgeschosses finden sich die teilweise sehr großen Eisenkonstruktionen, mit denen Gottfriedt die elementarsten Elementen der klassischen Bildhauerei, dem Spiel mit Raum, Bewegung, Statik und Formen vereint, sondern auch auf der kleinen Rasenfläche im Hof.

„Ich werde mich temporär zu einem Werk meines damaligen Professors Norbert Krickes dazu gesellen”, deutet er stolz auf die noch leere Fläche, denn das Wetter spielte mit den Aufbaumaßnahmen bislang noch nicht mit - auch in dieser Hinsicht hat man den stimmigen Kreis der Künstlerwahl geschlossen.

Insgesamt findet sich in der Ausstellung, die vom 9. November bis zum 12. Januar in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster stattfindet, ein chronologischer Querschnitt aus Gottfriedts Schaffen.

Angefangen mit den 70er Jahren, mit kleinen „aus Linien gebildeten Objekten”, so der Künstler, zu denen in den 80er Jahren die Farbe und die Struktur mit Bewegungselementen ergänzt wurde.

Vor allem bei den neueren großen Eisen-Skulpturen sei ihm wichtig, dass die Kraft, das „Fleisch”, das dahintersteckt sichtbar wird. Mit den überdimensionalen Eisenbögen, die sich niemals zu einem Kreis schließen. „Ich bin kein Freund vom Kreis”, gesteht Gottfriedt.