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Ein Radiosender von und für Studenten

Ein Radiosender von und für Studenten

Aachen (an-o) - Wenn alles klappt, haben Aachener Studenten ab Ende des Jahres einen neuen Lieblingssender. Die Vorbereitung für das "Hochschulradio Aachen" laufen jedenfalls aus vollen Touren.

Eine Frequenz für den ständigen Sendebetrieb fehlt noch, doch hat das Hochschulradio Aachen schon viel erreicht. Der Verein, der den studentischen Sender tragen soll, gründete sich im März 2002. Rektor, Kanzler und Studentenwerk zeigten sich ziemlich bald begeistert von der Idee.
Doch der Durchbruch gelang erst unlängst im Studierendenparlament der RWTH: Der Finanzantrag über einmalige 50.000 Euro und 0,50 Euro pro Student ab dem kommendem Wintersemester wurde bei nur einer Gegenstimme angenommen. Somit ist die Finanzierung für vier Jahre gesichert für Frequenzplanung, Studioausrüstung und laufende Kosten. Läuft es optimal, könnte die studentische Initiative mit mittlerweile mehr als 50 Mitgliedern und einem ebenso großen Dunstkreis bereits Ende des Jahres auf Sendung gehen. "Diese kurze Planungszeit wäre einmalig in der Geschichte des Rundfunks", weiß Vorstand Christian Goedsche.

Der künftige Sender ist in erster Linie für Studierende aller Aachener Hochschulen und ihre Beschäftigten angelegt. Das Programm richtet sich aber auch an alle anderen Bürger in Aachen und Umgebung. 24 Stunden am Tag soll gesendet werden: Fünf Stunden Live-Programm, der Rest soll aus Zuschaltungen und Sendeschleife bestehen. Hochschulspezifisches Programm ist die oberste Priorität: Ein Veranstaltungskalender für Kulturelles, ein Forum für studentische Theater- und Musikgruppen, Hochschulsport und eine Job- und Praktikumsbörse für Studierende sowie Beiträge über wissenschaftliche Arbeiten. Auch die Hochschulpolitik soll nicht zu kurz kommen. Es wird aber auch Beiträge geben, die gar nichts mit Hochschule zu tun haben, so zum Beispiel Informationen aus Aachen und Umgebung.

Die Arbeitsgruppen des Vereins sind bereits aktiv: Technik, Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Sponsoring, Lobby-Arbeit. Kooperationen mit anderen Hochschulradios laufen auf vollen Touren.

Die Programmgruppe hat bis jetzt drei Bürgerfunk-Sendungen produziert. Die nächste wird am Montag, 17. Februar, ab 20 Uhr auf 100,1 ausgestrahlt werden. Und die nächsten Schritte? "Wir warten noch das offizielle Okay der Landesmedienanstalt ab, dann wird die Frequenzplanung in Auftrag gegeben", so Irina Broedel, die für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Ob ein externer Anbieter oder die technischen Lehrstühle der RWTH die Frequenz bekommt, ist noch nicht entschieden.