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Eifel-Kunst in der Frittenbude

Eifel-Kunst in der Frittenbude

Roetgen (an-o) - Zur Natur gesellt sich in der Eifel jetzt auch jede Menge Kunst und Kultur: Um Einheimischen und Eifelgästen ein vielfältiges Szenario zu bieten, präsentiert die Gemeinde Roetgen vier Wochen lang Kunst allerorten.

Mehr als 40 Künstler bestimmen in den nächsten Wochen die Optik der kleinen Eifelgemeinde mit etwa 300 Kunstwerken. "Jeder Roetgener und jeder Besucher wird unweigerlich mit Kunst konfrontiert", berichtet Stamos Papas, der gemeinsam mit Hubert vom Venn die Initiative zur "Vennale" ergriff und 35 Unternehmen im Ort und im Gewerbegebiet für Ausstellungen gewinnen konnte.

Versteht sich, dass im Sinne der kulturellen Belebung des Ortes, nicht zuletzt hinsichtlich des Eifel-Tourismus, der "Kulturkreis Roetgen" unter dem Vorsitz von Bürgermeister Manfred Eis dem neuen Unterfangen alle Unterstützung zusagte.
Sinn der Vennale ist, Kunst an ungewöhnlichen Orten zu zeigen. So werden Tankstellen und Apotheken, Büros und Werkstätten, Geschäfte, Restaurants und sogar eine Frittenbude zum Tatort der Kommunikation über Kunst. Mit Sicherheit werden die schrill-bunten Bilder des Malers Jim Batman in "Knauffs Imbiss" Diskussionen auslösen, erfreut werden mit Sicherheit auch die Handwerker und die Besucher des Sägewerks Reinartz auf die gewaltigen Werke des Eifel-Malers Win Braun reagieren.

Comics im Rathaus

An der BP-Tankstelle an der Bundesstraße wird Frank Walraf das Thema Geld künstlerisch umsetzen, im Rathaus werden unter anderem großformatige Comics des Eifeler Krimiautors Ralf Kramp hängen. Die mehrfache Preisträgerin Irene Leister stellt im "Ofenhaus" (an der Bundesstraße) aus, noch mehr Atmosphäre verleihen unter anderem die jungen, äußerst beeindruckenden Künstler Sascha Berretz und Kai Savelsberg dem Ambiente des Gasthauses Schieren an der Faulenbruchstraße. Kunst in der Natur wird es im Park der Roetgen-Therme zu sehen geben. Hier fügen sich zwei Metall-Skulpturen des Roetgeners Ulrich Wittig harmonisch in das sanfte Grün - die "Große Eifelmutter" und der wilde, schwarze "Eifelwolf".

"Vennalischen Herbst"

Wenn die erste Vennale am 31. Oktober zu Ende geht, wollen die Initiatoren gleich das nächste Jahr planen. "Dann soll es eine Nummer größer werden", sind sich Bürgermeister Manfred Eis, Stamos Papas und Hubert vom Venn einig. "Wir denken an einen Vennalischen Herbst, der Kunst verschiedener Sparten und somit noch mehr Menschen zusammenbringen soll."