Düsseldorf: Düsseldorfer und Kölner Galerien rücken zusammen

Düsseldorf: Düsseldorfer und Kölner Galerien rücken zusammen

Kulturpolitische Premiere: Kölner und Düsseldorfer Kunstgalerien eröffnen mit der „Düsseldorf Cologne Open 2009” erstmals eine Ausstellungs-Saison gemeinsam.

Vom Freitag bis Sonntag werden rund 80 Galeristen am Ausstellungsprogramm der beiden konkurrierenden rheinischen Kunst-Städte teilnehmen, sagten die Veranstalter am Dienstag in Düsseldorf. „Ziel ist es, die bildende Kunst wieder ins Bewusstsein zu rücken und den Kunststandort Rheinland zu stärken”, betonte Düsseldorfs Kulturdezernent Hans Georg Lohe. Das Gemeinschaftprojekt für Galeristen, Künstler und Sammler wird vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium und künftig abwechselnd von den beiden Städten unterstützt.

Langfristig solle die Eröffnung der Galerien in Köln und Düsseldorf ein etabliertes Ereignis werden, betonten die Organisatoren. Die „DC Open” werde deshalb jährlich nach der Sommerpause stattfinden. Zum Premieren-Jahr in Düsseldorf ist am kommenden Wochenende ein großes Fest geplant. Shuttle-Busse pendeln zudem am Wochenende zwischen Köln und Düsseldorf regelmäßig hin und her.

„Es gab schon immer vielfältige Berührungen zwischen Düsseldorfer und Kölner Galeristen”, unterstrich der Düsseldorfer Galerist Michael Cosar. Auch der Blick nach Berlin mache ein Zusammenwachsen der städtischen Kunstszene notwendig, sagten die Veranstalter. Besonders im Jahr 2008 habe die regionale Kunstszene aber auch starke wirtschaftliche Einbußen verkraften müssen, sagten die Galeristen aus Köln und Düsseldorf.

So seien viele Umzüge von Galerien aus Köln zu beobachten gewesen, sagte die Galeristin Linn Lühn. Ihr Kollege Thomas Rehbein meinte: „Den Galerien ging es früher einfach zu gut, so dass man keine gemeinschaftlichen Aktionen brauchte”, es habe einfach keinen „Leidensdruck” gegeben.