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Düsseldorf: Düsseldorfer Kinofestival „Jüdische Welten”: Themen abseits des Holocaust

Düsseldorf : Düsseldorfer Kinofestival „Jüdische Welten”: Themen abseits des Holocaust

Acht Filme über jüdisches Leben sind zwischen dem 8. und 13. Dezember beim Kinofestival „Jüdische Welten” in Düsseldorf zu sehen.

„Wir möchten mit der Reihe auf jüdische Themen abseits von Holocaust und Nahostkonflikt aufmerksam machen”, teilte Festival-Leiterin Erika Rubinstein am Dienstag mit. In keinem der Filme stehe eines dieser Themen im Mittelpunkt, „wenngleich sie im Hintergrund jeder jüdischen privaten Geschichte lauern”.

Eröffnet wird das Festival mit dem sowjetischen Stummfilm „Das Jüdische Glück” (1925) über einen erfolglosen jüdischen Geschäftemacher. In den weiteren Filmen geht es unter anderem um sogenannte „Krypto-Juden”, die vor der Inquisition aus Spanien nach Südamerika geflohen sind und dort das Christentum annehmen mussten.

Das Leben in einem Kibbuz der 1970er Jahre oder den Kampf eines behinderten jüdischen Badeaufsehers gegen andauernde Verfolgungen sind die Themen weiterer Filme.

Bei der dritten Auflage des Festivals der jüdischen Gemeinde Düsseldorf und der jüdisch-amerikanischen Organisation „Joint” solle es „außerhalb der politischen Konflikte” vielmehr um jüdische Kultur, Mentalität und Traditionen gehen, sagte Rubinstein.

Anliegen sei es, auch einem nichtjüdischen Publikum „das jüdische Universum näherzubringen”. Bis auf einen Film seien die im Düsseldorfer Programmkino „Blackbox” zu sehenden Streifen noch nie im deutschen Verleih gewesen.