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Düsseldorf: Düsseldorf: 400 Menschen protestierten gegen Demo der Rechten

Düsseldorf : Düsseldorf: 400 Menschen protestierten gegen Demo der Rechten

Etwa 400 Menschen haben am Sonntag in Düsseldorf gegen eine Demonstration der rechtsextremen „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland” protestiert.

Nach Angaben einer Sprecherin des Polizeipräsidiums blieben die Veranstaltungen bis zum Nachmittag friedlich. Etwa 700 Polizeibeamte seien im Einsatz gewesen.

Die nach Verfassungsschutzangaben rechtsextreme Organisation „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland” hatte im Düsseldorfer Stadtteil Golzheim den 85. Todestag des Freikorpskämpfers Albert Leo Schlageter (1894-1923) begehen wollen.

Schlageter war von den Nationalsozialisten zur Märtyrerfigur erklärt worden, nachdem er 1923 während der französischen Ruhrbesatzung einen Sprengstoffanschlag auf die Bahnlinie Düsseldorf-Duisburg verübt hatte und von den Franzosen dafür hingerichtet worden war.

Nach Polizeiangaben waren statt der erwarteten 200 rechtsextremen Teilnehmer nur 15 erschienen. Auf der Seite der Gegendemonstranten, die zu vier Bündnisse und Parteien gehörten, waren 500 Menschen erwartet worden. Die Polizei hatte die Kundgebung der Rechtsextremen nicht verbieten können.

„Das Grundgesetz schützt alle Versammlungen, und zwar ohne inhaltliche Bewertung des Anliegens oder gar seiner gesellschaftlichen Wünschbarkeit”, hatte Düsseldorfs Polizeipräsident Herbert Schenkelberg unmittelbar vor der Kundgebung erklärt.