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Aachen: Die vielen Gesichter der Silvia Szymanski

Aachen : Die vielen Gesichter der Silvia Szymanski

Babysitterin, Rocklady, Autorin, „Kräuterhexe”: Silvia Szymanski hat viele Gesichter - und ein neues Buch geschrieben. Für Volker Hage vom Spiegel gehörte sie zum literarischen „Fräuleinwunder” der BRD, die „taz” kürte sie zur „Madame Bovary vom Niederrhein”.

Ganz unspektakulär wohnt sie mit ihrem Lebensgefährten Fritz in einem Dorf bei Herzogenrath. Die 46-Jährige mit der mädchenhaften Ausstrahlung, die irgendwann ihr Germanistikstudium zugunsten des „richtigen Lebens” aufgegeben hatte, avancierte vor sieben Jahren mit „Chemische Reinigung” und 2002 mit „Agnes Sobierajski” zur Erfolgsautorin.

In ihren unprätentiösen, mit erotischer Fantasie aufgeladenen Alltagsnotizen aus der Provinz war ein neuer „rockiger” Ton zu vernehmen, eine eher raue, ungekünstelte Stimme, die ohne Scheu weibliche Sexualität mit einer Intensität schilderte, die viele Leser begeisterte, andere allerdings gewaltig schockierte. Als Rocklady mit ihrer Band „Tortuga Jazz” schlägt sie ebenfalls starke Töne an.