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Heimbach: Die Spannung steigt beim Festival in Heimbach

Heimbach : Die Spannung steigt beim Festival in Heimbach

Das vom Pianisten Lars Vogt geleitete Kammermusik-Festival „Spannungen” in Heimbach legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf tschechisch-jüdische Komponisten der 1920er bis 1940er Jahre.

Ab Montag nächster Woche sind bis 8. Juni im Jugendstil-Kraftwerk unter anderem Werke von Gideon Klein, Erwin Schulhoff und Hans Krása zu hören, die eine Reihe ihrer Kompositionen im Konzentrationslager Theresienstadt schrieben.

Zu den Interpreten gehören international berühmte Solisten wie der Cellist Heinrich Schiff und der Geiger Christian Tetzlaff, wie die Veranstalter weiter mitteilten.

Mit dem diesjährigen Festival „Spannungen” soll verdeutlicht werden, „wie nah und wichtig unserer Generation die Musik der Komponisten und das Erinnern an die Umstände ihres grausamen Todes sind”, sagte Vogt.

Neben den Werken der tschechisch-jüdischen Komponisten sind Aufführungen von Joseph Haydn, Robert Schumann und Maurice Ravel geplant.

In der „musikalischen Nacht” am Freitag, 6. Juni, 22.30 Uhr gibt es außerdem unter dem Titel „East Meets West” ein Zusammentreffen zwischen indischen Musikern und dem britischen Geiger Daniel Hope, der 2002 von der deutschen Musikzeitschrift „FonoForum” zum Nachwuchskünstler des Jahres gewählt wurde.

„East Meets West” greift zum ersten Mal seit 1960 Ravi Shankars Komposition für Yehudi Menuhin auf. Hope (2() und der junge Sitarspieler Gaurav Mazumdar haben die Musik für Violine, Sitar und Tabla rekonstruiert.

Mit dem jungen Schotten Stuart MacRae ist es den Veranstaltern gelungen, einen vielversprechenden Komponisten unserer Zeit für die Auftragskomposition zu gewinnen, dessen Uraufführung am Freitag, 6. Juni, 20 Uhr mit Spannung erwartet wird.