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Düsseldorf: Die ganze Politik will nun was für die Ruhruniversität Bochum tun

Düsseldorf : Die ganze Politik will nun was für die Ruhruniversität Bochum tun

Die Ruhr-Universität Bochum hat trotz ihres Scheiterns im bundesweiten Exzellenz-Wettbewerb Aussicht auf Unterstützung.

„Da ist eine Universität auf dem Weg, Anschluss an die internationale Spitze zu finden und da halte ich es für selbstverständlich, dass wir nach Möglichkeiten suchen, das Tempo auf diesem Weg hoch zu halten”, sagte der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag.

Er äußerte Zuversicht, „dass wir im Verbund und mit der Unterstützung Dritter für die Universität Bochum Möglichkeiten finden, die Kernpunkte ihres Zukunftskonzeptes zügig umzusetzen”. Wie die Unterstützung konkret aussehen könnte, wurde noch nicht erörtert.

Die Ruhr-Universität war in der vergangenen Woche im Finale um den Titel einer Elite-Universität ausgeschieden, während die RWTH Aachen den begehrten Status erringen konnte. Regierung und Opposition lobten die Aachener Hochschule als Parade-Beispiel in der Forschungslandschaft.

Immerhin habe die Bewilligungskommission die Veränderungsdynamik der Bochumer Hochschule ausdrücklich hervorgehoben, kommentierte Pinkwart die knapp verpasste Qualifizierung der Ruhr-Universität. Mit dem Zuschlag für eine Graduiertenschule gehöre sie zu den ganz wenigen jungen Hochschulen, die mit einem Antrag Erfolg gehabt hätten. „Die Universität Bochum ist nicht nur für mich einer der ganz großen Sieger des Wettbewerbs”, sagte Pinkwart.

„Nicht genug getan”

Auch die SPD forderte einen Nachschlag für Bochum. „Wenn nicht aus den Mitteln der Bund-Länder-Initiative dann aus Landesmitteln”, sagte der SPD-Abgeordnete Karl Schultheis unter Verweis auf zusätzliche Forschungsausgaben anderer Bundesländer. Der FDP-Abgeordnete Ralf Witzel hob hervor, dass die Bochumer Hochschule zu den zehn besten in Deutschland gehöre. „Die Ruhr-Universität hat sich emanzipiert und wird ihren Weg zur Spitzen-Universität konsequent weiter gehen”, sagte der FDP-Politiker.

Die Grünen-Abgeordnete Ruth Seidl warf Pinkwart vor, im Vorfeld nicht genug getan zu haben, um das Profil der nordrhein-westfälischen Hochschulen ins Bewusstsein der Fachöffentlichkeit zu heben. In puncto Innovation könne Bochum es durchaus mit Freiburg oder Konstanz aufnehmen, meinte Seidl. „Diese Erkenntnis rückt aber nicht von allein ins Bewusstsein einer Bewilligungskommission.” So habe sich das Förder-Ungleichgewicht zu Gunsten der süddeutschen Universitäten manifestiert.

„Die Exzellenzinitiative hat Deutschland zurückgebracht auf die internationale Hochschullandkarte”, sagte Pinkwart. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen werde alles tun, damit es in fünf Jahren eine Neuauflage des Wettbewerbs gebe.