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Essen: Die Früchte eines Vaters der Moderne

Essen : Die Früchte eines Vaters der Moderne

Mit einem kunstgeschichtlichen Kabinettstück kann die Mitte September im Essener Folkwang-Museum beginnende große Cezanne-Ausstellung aufwarten.

Paul Cezannes „Stilleben mit Obstschale” wird gleich drei Mal in der ab 18. September (bis 16. Januar 2005) geöffneten Präsentation zu sehen sein.

Neben dem Original, das der große französische Maler 1879/80 geschaffen hat, ist das gleiche Stillleben nochmals in den Gemälden „Hommage á Cezanne” von Maurice Denis und in einem Frauenbildnis Paul Gauguins von 1890 als „Bild im Bild” zu entdecken.

„Diese Kombination war bisher in noch keiner Ausstellung zu sehen und ist vermutlich auch noch nirgendwo abgebildet worden”, erklärte am Dienstag der Direktor des Museums Folkwang, Hubertus Gaßner.

Diese „kleine kunsthistorische Sensation”, so betonte Gaßner, sei dadurch möglich geworden, dass David Rockefeller als Besitzer des Cézanne-Stilllebens ausnahmsweise der Ausleihe des Bildes nach Essen zugestimmt habe.

Normalerweise weigere sich Rockefeller strikt, seine Kunstwerke leihweise ins Ausland zu geben. Auch das Museum of Modern Art in New York, das dieses Cezanne-Bild gerade ankaufe, habe sich trotz eines aktuellen Ausleih-Stopps Essener Wünschen entgegenkommend gezeigt, sagte der Museumschef.

Die Essener Ausstellung „Cezanne - Aufbruch in die Moderne” will mit mehr als 100 Meisterwerken die Bedeutung des Malers für die Entwicklung der modernen Malerei in den kommenden Künstler-Generationen deutlich machen.

Gezeigt werden unter anderem Bilder von Picasso, Braque, Matisse, Derain und Leger. Die Leihgaben stammen aus Museen zwischen New York, Paris und St. Petersburg.