„Slow Horses“ von Mick Herron: Die abgehalfterte Gurkentruppe des Geheimdienstes

„Slow Horses“ von Mick Herron : Die abgehalfterte Gurkentruppe des Geheimdienstes

River Cartwright, Jed Moody, Min Harper und Catherine Standish sind die Abservierten und Ausrangierten des MI5, des britischen Inlandsgeheimdienstes. Die „Slow Horses“, die lahmen Gäule.

Entweder kommen ihnen sensible Geheiminformationen abhanden, oder der Alkohol ist ihnen zu wichtig geworden.

Dass ausgerechnet diese Gurkentruppe unter Leitung von Jackson Lamb in den Fall eines pakistanischen Jugendlichen hineingerät, der vor laufender Kamera enthauptet werden soll, ist höchst absonderlich. Oder womöglich doch kein Zufall? Überall lauern Intrigen, geheime Absprachen, politische Deals und doppelte Böden.

Mit Mick Herrons neuer Agentenserie wird der Diogenes-Verlag all jene begeistern, die die Bücher von John le Carré schätzen. Der Ton ist lakonisch, bisweilen sarkastisch und die Charakterisierung von Figuren in wenigen Worten nachgerade genial. Eine wirklich spannende und bewegende Lektüre. (sus)

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