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Deutsche Chancen bei Grammy-Verleihung

Deutsche Chancen bei Grammy-Verleihung

Los Angeles. Wenn die begehrten Musikpreise Grammys in Los Angeles am Sonntagabend (Ortszeit) vergebeben werden, können sich in der Abteilung Klassik auch einige deutsche Künstler und hochkarätige Orchester Hoffnung auf eine Trophäe machen.

Gleich zwei Mal ist der Dirigent Wolfgang Sawallisch mit dem Philadelphia Orchester für die Aufnahme von Robert Schumanns Sinfonien 1-4 nominiert, und zwar in den Kategorien bestes klassisches Album und beste Orchester- Einspielung”.

Der deutsche Bariton Thomas Quasthoff hat Chancen als bester Solist (für Schubert-Lieder, begleitet von dem Europäischen Kammerorchester unter Leitung von Claudio Abbado). Quasthoff konkurriert unter anderem mit der Sopranistin Montserrat Caballé und der Mezzosopranistin Frederica von Stade.

In der Kategorie „Beste Orchester-Einspielung” konkurrieren das SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart unter Leitung von Sir Roger Norrington (Ludwig van Beethovens Sinfonien 1-9) sowie die Wiener Philharmoniker mit der Einspielung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3 unter Leitung von Pierre Boulez mit Sawallischs Philadelphia Orchester. Das SWR Radio-Sinfonieorchester ist außerdem für die Einspielung von Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg” unter Leitung von Peter Eötvös als „Beste Opern-Einspielung” nominiert.

Der Münchner Produzent Manfred Eicher, Gründer und Präsident der Edition of Contemporary Music (ECM), steht als bester Produzent klassischer Musik auf der Nominierungsliste. Er hatte bereits 2002 einen Grammy gewonnen.