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Geilenkirchen/Köln: Denise träumt jetzt von einem Plattenvertrag

Geilenkirchen/Köln : Denise träumt jetzt von einem Plattenvertrag

„Ich bin erleichtert, dass alles vorbei ist, weil ich jetzt bald bei meiner Familie sein kann und auch viel Zeit mit meinen Freunden verbringen möchte.” So freut sich Denise Tillmanns über ihren zweiten Platz beim „Deutschland sucht den Superstar”-Finale.

Ein halbes Jahr nach Beginn des Show-Marathons machte es den Eindruck, als wäre Denise von einer schweren Last befreit. Ja, sie scheint sich über den „Vize-Titel” sogar mehr zu freuen als über den Superstar-Thron. „Ich habe Elli schon früher als Favoritin gesehen, deshalb bin ich auch kein bisschen enttäuscht”, sagt Denise unserer Zeitung. Die Eltern Erika und Edmund Tillmanns, Bruder Kevin und die beiden Omas Tjeda und Käthe waren in Köln mit dabei.

„Gefühl, Gefühl, Gefühl”

Denise-Fans hofften bis zuletzt auf den Sieg, denn die Jury mit Dieter Bohlen, Thomas Stein, Shoona Fraser und Thomas Bug lobten Denise und Elli gleichermaßen. „Das war der beste Beweis dafür, dass du im Finale bist und tausend andere nicht”, sagte Thomas Bug nach Denise erster Interpretation von Gloria Gaynors „I will survive”. Dieter Bohlen setzte noch eins drauf: „Du hast die drei Sachen gebracht, die man braucht - Gefühl, Gefühl, Gefühl.”

Ihre Nervosität gab die 19-Jährige gegenüber dem Moderatoren-Duo Michelle Hunziker und Carsten Spengemann unumwunden zu, aber „Ich find es hier wieder supergeil”.

Die Schmuseballade „Natural Woman”, im Original gesungen von Carol King und später von Aretha Franklin, interpretiert Denise mit brillanter Stimme und erhielt dafür großes Lob von Jury-Mitglied Shoona Fraser, nachdem „Dauer-Motzer” Thomas Stein ein „Aber für meinen Teil...” über die Lippen gebracht hatte. „Thomas, du weißt nicht, wie Frauen fühlen”, korrigierte Shoona Fraser ihren Mitstreiter. „Ich hatte Super-Gänsehaut, du hast das so sanft, so geil gesungen”, brachte es Dieter Bohlen auf den Punkt.

Direkter Vergleich

Auf Carsten Spengemanns Frage nach ihrer Auszeit in der vergangenen Woche erklärte Denise: „Ich wollte zu Hause Kraft für das Finale tanken”. Bekanntlich war die 19-Jährige einen Tag lang abgetaucht. Mit dem dritten Lied konnten sich die Zuschauer im Colloneum und an den Fernsehgeräten im direkten Vergleich zwischen Denise und Elli ein Bild von den unterschiedlichen Interpretationen verschaffen. „This is my life”, komponiert und produziert von Dieter Bohlen, performte Denise als ruhige Ballade mit exzellenter Stimme, jeden Ton treffend. „Genau so hat sich der Komponist und Produzent das vorgestellt”, lobte Dieter Bohlen. „Du hast sauber und souverän und mit viel Gefühl gesungen”, sagte Shoona Fraser. Und Thomas Bug: „Das, was ich von Dir gehört habe, war perfekt.” Selbst Thomas Stein war beeindruckt: „Dieser Song ist für dich maßgeschneidert, hast du gut gemacht”.

Um 0.35 Uhr stand dann fest: Elli ist der Superstar. „Ich bin damit einverstanden, dass Denise Zweite geworden ist, dann ist sie mehr zu Hause”, erklärte Papa Edmund bei der After-Show-Party.

„Ich hoffe beruflich mit der Musik weiter machen zu können und vielleicht schon bald eine Platte aufzunehmen”, blickt Denise in die Zukunft. „Ich würde mich freuen, wenn Denise einen Schallplattenvertrag bekäme, sie schöpft aus einem enormen Stimmpotenzial”, zeigt sich Dieter Bohlen gegenüber unserer Zeitung optimistisch. Denise und Elli sind zwischenzeitlich beste Freundinnen. Denise: „Ich freue mich über meinen zweiten Platz und mit Elli über ihren Sieg. Wir werden Freundinnen bleiben”. Trostpflaster für Denise: Sie bekommt eine kleine Gastrolle in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten”.