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Aachen: „Das Vergessen lässt sich nicht verordnen”

Aachen : „Das Vergessen lässt sich nicht verordnen”

Eine Stadt - ein Buch - ein Autor: Doron Rabinovici freut sich nicht nur darüber, dass sein Roman „Ohnehin” im Mittelpunkt des diesjährigen Projektes „Aachen liest” steht.

Er ist auch gespannt auf Gespräche und Begegnungen mit Lesern aller Generationen. Natürlich ist der 44-jährige Autor, der in Tel Aviv geboren wurde und in Wien lebt, am Mittwoch dabei, wenn um 20 Uhr Oberbürgermeister Jürgen Linden im Ballsaal des Alten Kurhauses „Aachen liest” offiziell eröffnet.

Nicht zuletzt das faszinierende Geflecht der Motive und Handlungsstränge im Roman hat die Planer davon überzeugt, dass hier vom Schüler bis zum Neurologie-Professor alle Leser wichtige Ansatzpunkte finden, um miteinander eigene Fragestellungen zu entwickeln.

„Es geht um Geistesgegenwart und Selbstvergessenheit in ihren unterschiedlichsten Formen”, sagt Rabinovici im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ohnehin”, der Titel, signalisiert für ihn ein ungebundenes Dahinleben, das allzu gern Flexibilität mit Freiheit verwechselt und damit auf den Protagonisten hinweist.