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Aachen/Waldfeucht: Das Rennen läuft - alles ist offen

Aachen/Waldfeucht : Das Rennen läuft - alles ist offen

„Die Jungs und Mädchen waren Feuer und Flamme.” Karl-Heinz Lennartz, Lehrer für Mathematik und Informatik an der Gesamthauptschule Waldfeucht-Haaren, ist voller Lob für seine Schüler. Mit Recht: Eine von sechs Gruppen der Schule, die „Inter-Teenies” aus seiner Klasse 6b, hat die erste Vorrunde unserer neuen Internetrallye Netrace mit Bravour gemeistert.

Nicht einen Fehler machten sie bei den fünf Fragenblöcken. Obwohl sie zu den jüngsten Teilnehmern gehören, liegen die Elf- und Zwölfjährigen nach der ersten Vorrunde auf Rang 9 von 362 Teams.

So wie die Mädchen aus dem Kreis Heinsberg hatten sich auch die anderen Gruppen von insgesamt 75 Schulen aus unserem gesamten Verbreitungsgebiet in der Woche ab Montag, 3. September, auf der Netrace-Webseite eingeloggt und sich an die Beantwortung der Fragen gemacht.

Dabei bewahrheitete sich, was die Organisatoren vom Institut Promedia vorhergesehen hatten. „Lesekompetenz und Texterfassung sind unglaublich wichtig”, sagt Projektorganisatorin Marianne Weiß. Einige Gruppen hatten im Rennfieber offenbar die Aufgabenstellungen nicht genau genug gelesen. „Bei Frage drei wurde uns mehrmals der Name des Gesuchten und sein Land genannt”, erklärt Marianne Weiß. Doch gefragt war nach dem Alter. „Auch das Geburtsdatum war nicht die richtige Antwort.”

Ein anderer häufiger Fehler: Die Internetadresse (URL) mit dem Ergebnis wurde nicht genau angegeben. „Es reicht nicht, als Fundstelle nur http://de.wikipedia.org zu nennen.” Da ist es im Netrace wie bei der Mathearbeit: Die Lösung ist nur die halbe Miete, der Weg dahin zählt genauso viel.

Leicht haben es sich Marianne Weiß und ihre Kollegen Kerstin Kaufmann und Ralf Foltz bei der Auswertung nicht gemacht. Jeder Antwortblock wurde genau auf Plausibilität geprüft; schließlich führen im Internet immer viele Wege zum Ziel. Da die Zahl der Teams die Erwartungen - etwa 100 Gruppen - um mehr als das Dreieinhalbfache übertroffen hat, waren Überstunden nötig.

Nach dem Ende der ersten von zwei Vorrunden zeichnet sich ab, dass das Teilnehmerfeld gut durchmischt ist. Unter den Top Ten sind Haupt- und Realschulen, Gymnasien und Berufskollegs. Und noch etwas fällt auf: Nicht die Schnellsten liegen ganz vorne, sondern die Gründlichsten.

Auch die Waldfeuchter „Inter-Teenies” haben sich drei Tage Zeit gelassen - und es damit genau richtig gemacht. „Fertig waren wir eigentlich aber schon nach etwa drei Stunden”, verrät Michelle Müller. Die Gruppe hatte sich nach dem Unterricht bei Kim Görtz getroffen und die Aufgaben gemeinsam gelöst.

Noch treten an jeder Schule die Teams gegeneinander an. Nach der zweiten Vorrunde, die am kommenden Montag um 9 Uhr zu Ende ist, wird Zwischenbilanz gezogen. „Deshalb ist es auch kein Drama, wenn ein Team die erste Runde nur zum Aufwärmen genutzt oder gar nicht geantwortet hat”, erläutert Marianne Weiß. 43 Teams hatten keine E-Mails abgeschickt, oder aber solche, die sich nicht zuordnen ließen.

In die Hauptrunde gelangt auf alle Fälle das beste Team jeder Schule. Dann beginnt auch die Wertung wieder bei Null: neue Runde, neues Glück.