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Alsdorf: Da strotzt der Soul nur so vor Charme

Alsdorf : Da strotzt der Soul nur so vor Charme

„Seid ihr bereit für Mr. Bill Withers?”, fragte Stefan Gwildis zu Beginn seines Konzerts in der Alsdorfer Stadthalle.

Natürlich waren die rund 400 Fans am Wochenende bereit für „Allem Anschein nach bist dus”, dem von Gwildis eingedeutschten Withers-Klassiker „Aint No Sunshine”.

Der 47-jährige Hamburger überlässt neumodische Spielarten des Genres gerne jüngeren Interpreten. Er transportiert in seinen deutschen Versionen von Soul-Klassikern das, was Soul vor allem besitzen sollte - nämlich Seele.

Nachdem sein Co-Autor und Schulfreund Michy Reincke ein 20-minütiges Solo-Vorprogramm bestritten hatte, betrat Gwildis angenehm unprätentiös mit seiner Gitarre alleine die Bühne der Stadthalle.

Bereits mit seiner ersten, improvisierten Nummer begeisterte er, indem er erstaunlich gute Kenntnisse der Aachener Region zeigte.

Dass ein Städtename wie Übach-Palenberg einen ähnlichen schillernden Klang wie San Francisco haben kann, bewies Gwildis mit diesem Vortrag zum Amüsement seines Publikums.

Nach und nach tauchten die fünf Musiker seiner Band auf, bevor Gwildis seine äußerst unterhaltsame Soul-Revue mit der Referenz an Bill Withers startete.

Dass er über außergewöhnliche Entertainer-Fähigkeiten und ungeheuren Charme verfügt, mit denen er sein Publikum gleichzeitig fesselt und quasi im Tanzschritt zum Lachen bringt, zeigten seine Ansagen.

So führte er seine Teilnahme am diesjährigen Vorentscheid zum Grand Prix in hoch amüsanter Weise ad absurdum, bevor „Grau” vom neuen Album „Nur wegen dir” als deftige Live-Nummer angestimmt wurde.