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Frankfurt/Main: Bürger kontra Dezernent: Hans-Bernhard Nordhoff im Kreuzfeuer

Frankfurt/Main : Bürger kontra Dezernent: Hans-Bernhard Nordhoff im Kreuzfeuer

In einem Offenen Brief wenden sich mehr als 100 Frankfurter Bürger und Kulturschaffende gegen die Wiederwahl des städtischen Kulturdezernenten Hans-Bernhard Nordhoff, der dieses Amt zuvor in Aachen hatte.

Dem SPD-Politiker (56) werden unter anderem Bürokratismus, mangelndes Engagement und fehlende Kommunikationsfähigkeit vorgehalten.

Zu den Unterzeichnern gehören die Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz, Verleger Joachim Unseld, die Autoren Eva Demski, Matthias Altenburg und Bodo Kirchhoff, Bildhauer Ottmar Hörl, die Schauspieler Hannelore Elsner, Rosemarie Fendel und Michael Quast.

Unter dem Titel „Der Fall Nordhoff” halten die Kritiker ihm etliche Versäumnisse vor. Bei der Intendantensuche für das Schauspiel habe er die Stadt dem bundesweiten Gespött ausgesetzt, keine Position zum drohenden Umzug der Buchmesse nach München gefunden und den Nachlass des Kabarettisten Matthias Beltz nach Berlin ziehen lassen.

Der SPD-Politiker gab am Montag keine Stellungnahme ab.