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Thelens Buchtipp: Wo sich Vater und Sohn begegnen

Thelens Buchtipp : Wo sich Vater und Sohn begegnen

Im achten Teil der kleinen Buchtipp-Reihe geht es um den „Unabhängigkeitstag“ von Richard Ford. Er beschreibt das normale Leben ganz normaler Menschen. Traurig und tröstlich zugleich.

Nach dem Tod seines Sohnes scheitert die Ehe des Sportreporters Frank Bascombe. Die Liebesverhältnisse, durch die er schlittert, sind kompliziert, das Verhältnis zu seiner Exfrau verfahren, der Kontakt zu seinen übrigen Kindern sporadisch. Der 4. Juli 1988, das ist der Tag, an dem Bascombe alles richtig machen will: seine Freundin besuchen, sich um seinen Sohn kümmern – aber es kommt alles anders.

Wie sein Schriftstellerkollege John Updike ist Richard Ford ein Meister, wenn es darum geht, das ganz normale Leben von ganz normalen Menschen in den USA zu beschreiben. Viele dieser Menschen teilen eine Begeisterung für die beliebten US-Sportarten Basketball und Baseball.

In diesem Roman begeben wir uns mit Bascombe und seinem Sohn auf die Reise zur Ruhmeshalle des US-Basketballs in Springfield, Massachusetts. Wir werden Zeuge, wie sich Vater und Sohn tatsächlich zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich gut verstehen. Das ist traurig und tröstlich zugleich.

Richard Ford: „Unabhängigkeitstag“ (1995), 688 Seiten

 Richard Ford: „Unabhängigkeitstag“ (1995), 688 Seiten.
Richard Ford: „Unabhängigkeitstag“ (1995), 688 Seiten. Foto: ZVA/xxxx